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Psoriasis

Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris)

Die Psoriasis ist eine häufige, chronisch-entzündliche, multifaktorielle Hauterkrankung.


Symptome

Zu den Symptomen der Psoriasis können gehören [7]:

Schmerz
  • Die Psoriasis-Arthritis kann zu Schmerzen und Funktionsverlust der Gelenke führen.[eref.thieme.de]
Fieber
  • […] ausgeprägte Allgemeinsymptome (Fieber, Schüttelfrost, Gelenkschmerzen), lebensbedrohliches Krankheitsbild![eref.thieme.de]
Köbner-Phänomen
  • Köbner-Phänomen Köbner-Phänomen (isomorpher Reizeffekt): Reizeffekt, isomorpher Bei einigen Patienten kann durch Verletzung der Epidermis eine Psoriasisläsion ausgelöst werden, z. [eref.thieme.de]
Ekzem
  • Mykose, Rumpfhautbasaliom, seborrhoisches Ekzem, atopisches Ekzem, Kontaktekzem.[eref.thieme.de]
Trockene Haut
  • Haut und teilweiser Schuppung.[eref.thieme.de]
  • Verwenden Sie Pflegeprodukte für trockene Haut, vorzugsweise ohne Parfüm, um Hautreizungen vorzubeugen.[eucerin.de]
  • Psoriasis-Patienten leiden an trockener Haut, die beides dringend braucht: Feuchtigkeit und Fett. Die Anwendung von Arganöl liefert beides und verbessert zusätzlich die Fähigkeit der Haut, selbst Feuchtigkeit zu binden.[arganoel360.info]
  • Ihr Arzt kann Sie darüber aufklären, wie viel UV-Exposition unbedenklich ist. – Vermeidung trockener Haut: Tragen Sie zum Beispiel Salben mit Vaseline auf die Psoriasisherde auf.[creapharma.de]
Exanthem
  • […] häufig: Infektionen (z.T. schwere und/oder opportunistische), Leberwerte, Übelkeit, Urtikaria, Exanthem, Pruritus, Infusionsreaktionen, Sebostase, Hyperhidrose[eref.thieme.de]
  • Wenn die Haut die Seele kränkt Die richtige Pflege für Ihre Haut bei Schuppenflechte Neurodermitis Was ist ein Hautausschlag (Exanthem)? Themen[praxisvita.de]
Alopezie
  • Graham-Little-Syndrom: Lichen ruber follicularis mit vernarbender Alopezie und Nageldystrophie[eref.thieme.de]
  • Frauen im gebärfähigen Alter ohne Kontrazeption : Starke teratogene Wirkung bereits nach kurzzeitiger Anwendung Nieren - oder Lebererkrankungen Nebenwirkungen Haut und Schleimhäute : Trockene Haut , Xerostomie , Cheilitis , Pruritus , Konjunktivitis , Alopezie[amboss.com]
Blepharitis
  • Zu den Symptomen der Psoriasis können gehören: Pruritus Plötzliches Auftreten von vielen schuppenden, geröteten Läsionen Gelenkschmerzen Dystrophische Nägel Augenbeteiligung (Konjunktivitis, Blepharitis) Die Diagnose der Psoriasis wird meist klinisch[symptoma.de]
Arthritis
  • Psoriasis-Arthritis: rheumatoide Arthritis (positiver Rheumafaktor, symmetrischer Befall kleiner Gelenke), Arthritis urica (Harnsäure i.S. , i.d.R.[eref.thieme.de]
Arthralgie
  • […] häufig: dentale Infektionen, Infektionen der oberen Atemwege, Nasopharyngitis, Schwindel, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Myalgien, Arthralgien, Pruritus, Diarrhö, pharolaryngeale Schmerzen, Müdigkeit[eref.thieme.de]
  • Parasyndesmophyten Differentialdiagnosen Rheumatoide Arthritis Morbus Bechterew Therapie [3] [4] Siehe: Systemische Therapie der Psoriasis Bei Arthralgien ohne klinischen Befund: Symptomatische Therapie mit NSAIDs /COXiben Bei klinisch oder radiologisch[amboss.miamed.de]

Diagnostik

Die Diagnose der Psoriasis wird meist klinisch gestellt. Laborbefunde sind bei der Differenzierung zwischen Psoriasis-Arthritis und rheumatoider Arthritis essentiell und ein typischer Laborbefund bei Psoriasis-Arthritis zeigt [8]:

  • Negatives Testergebnis für Rheumafaktor (RF)
  • Normale Blutsenkungsgeschwindigkeit
  • Erhöhte Harnsäurespiegel 

Die Flüssigkeit aus Pusteln ist steril mit neutrophilem Infiltrat. In Fällen von Psoriasis an Händen und Füßen mit Verwendung von topischen Steroiden sollte bei Verschlechterung der Beschwerden eine Pilzinfektion ausgeschlossen werden.

Therapie

Die Behandlung der Psoriasis kann durch verschiedene Methoden wie Salben mit rückfettender und pflegender Wirkung, topische und systemische Medikamente, Lichttherapie, Stressabbau und Klimatherapie stattfinden und variiert von Fall zu Fall [9]. Für die Behandlung moderater bis schwerer Plaque-Psoriasis wird empfohlen:

  • Methotrexat kann, solange es wirksam und gut verträglich bleibt, verwendet werden.
  • Cyclosporin wird diskontinuierlich zur Induktion einer klinischen Reaktion in einem oder mehreren Zyklen verwendet.
  • Übergang von konventioneller systemischer Therapie zu Biologicals kann direkt oder mit einer Überlappung beider Medikamente erfolgen.
  • Kombinationstherapie kann hilfreich sein.
  • Für die Dauertherapie werden Biologicals empfohlen.

Prognose

Die Erkrankung ist im allgemeinen nicht lebensbedrohend, verursacht jedoch in den meisten Fällen starke Beschwerden [6]. Psoriasis ist eine chronische Erkrankung mit einer hohen Rate an Rezidiven. Die Läsionen führen zu Schmerzen und können einen Verlust des Selbstwertgefühls mit sich bringen. Daher wirkt sich die Psoriasis oft stark auf die Lebensqualität eines Patienten aus.

Ätiologie

Die genaue Ätiologie der Psoriasis ist bis heute unbekannt. Es ist jedoch erwiesen, dass Umwelteinflüsse, immunologische und genetische Faktoren eine Rolle in der Entwicklung der Erkrankung [2] spielen.

Umweltfaktoren

Stress scheint eine der Hauptursachen zu sein, aber abgesehen davon, können andere Faktoren ebenso eine Verschlimmerung der Erkrankung auslösen. Dazu gehören Traumata, Infektionen, Alkohol- und Drogenkonsum. Eine erhöhte Inzidenz von Psoriasis konnte auch bei Patienten beobachtet werden, die mit einer chronischen Gingivitis diagnostiziert wurden. Nach Behandlung der Gingivitis verbesserte sich die Symptomatik der Psoriasis, aber der langfristige Verlauf wurde nicht beeinflusst.

Genetische Faktoren

Patienten mit Psoriasis haben eine genetische Veranlagung für die Erkrankung. Es ist noch nicht bekannt, was das auslösende Ereignis ist, aber es wird angenommen, dass es immunologischer Natur sein könnte. Die erste Läsion tritt zum Beispiel häufig nach einer Infektion der oberen Atemwege auf. Diese Krankheit ist eng mit einigen HLA (Human Leukocyte Antigenen )-Typen, vor allem HLA-Cw6, verbunden. Psoriasis kann auch autosomal-dominant in einigen Familien auftreten [3]. Auf autoimmune Mechanismen deutet erhöhter dermaler und zirkulierender Tumornekrosefaktor-α (TNF-α) hin und eine Behandlung mit TNF-α-Inhibitoren hat sich in einigen Fällen bewährt. Die Läsionen bei Psoriasis sind mit einer erhöhten T-Zell-Aktivität unter der betroffenen Hautstelle verbunden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass 2,5% der HIV-Patienten eine Verschlechterung der Psoriasis mit dem Absinken der CD4-Lymphozyten beobachten.

Epidemiologie

Es treten weltweit etwa 970 bis 2300 Fälle pro 100.000 Menschen auf, die Inzidenz beträgt 1% bis 3%. Psoriasis kann sich in jedem Alter erstmals manifestieren, ist aber am häufigsten bei Erwachsenen im Alter von 20 bis 30 Jahren [4]. Die Erkrankung tritt gleich häufig bei Männern und Frauen auf und ist selten bei Menschen afrikanischer Abstammung. Einer von 3 Patienten hat eine positive Familienanamnese, was auf die familiäre Häufung hinweist. Das Risiko an Psoriasis zu erkranken erhöht sich mit einem betroffenen Verwandten ersten Grades und steigt auf 60%, wenn beide Eltern betroffen sind oder in der Vergangenheit betroffen waren.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Wie bereits erwähnt ist die Entstehung der Psoriasis multifaktoriell, komplex und scheint von immunologischen als auch genetische Komponenten beeinflusst zu werden. Die Pathogenese der Erkrankung ist nach wie vor nicht geklärt. Es gibt verschiedene Theorien darüber, was die Krankheit verursacht und Trauma, belastende Lebensereignisse und Infektionen werden vermutet. Bei vielen Patienten bestehen jedoch keine offensichtlichen Auslöser.

Zu Beginn der Erkrankung kommt es zu einer erheblichen Leukozytenrekrutierung in Dermis und Epidermis wodurch die charakteristischen psoriatischen Plaques entstehen, da Keratinozytenproliferation auftritt, wenn die Epidermis von einer erhöhten Anzahl von aktivierten T-Zellen [5] infiltriert wird. Diese kann durch histologische Untersuchung und immunhistochemische Färbung von psoriatischen Plaques bestätigt werden, da große T-Zellpopulationen in psoriatischen Läsionen gefunden werden. Schließlich beginnt eine deregulierte Entzündungskaskade, gefolgt von der Produktion von verschiedenen Zytokinen.

Prävention

Es gibt keine Richtlinien für die Prävention von Psoriasis.

Zusammenfassung

Die Psoriasis ist eine chronische, schubweise verlaufende Systemerkrankung, welche durch isoliert oder generalisiert auftretende, oft symmetrische, stark infiltrierte Schuppenherde auf erythematösen Plaques gekennzeichnet ist [1]. Eine Beteiligung anderer Organe, wie zum Beispiel bei Psoriasisarthritis ist möglich. Die Ätiologie der Psoriasis ist derzeit nicht vollständig geklärt. Die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf. Die Psoriasis geht meist mit Pruritus einher.

Nach Sterry und Paus wird die Erkrankung wie folgt unterteilt:

Der Übergang der verschiedenen Formen ist oft fließend. Auch Mischformen sind möglich.

Patientenhinweise

Die Psoriasis ist eine Hauterkrankung, die relativ häufig ist. Die Krankheit verändert die Lebenszyklen von Hautzellen und es werden zusätzliche Hautzellen gebildet, die juckende, gerötete, schuppende, juckende Hautareale produzieren. Die Plaques die sich bilden, können in einigen Fällen schmerzhaft sein. Diese Krankheit ist chronisch (dauerhaft) aber die Ausprägung der Symptome kann schwanken. In der Behandlung der Psoriasis, liegt der Fokus darauf, die zu schnell wachsenden Zellen der Haut zu stoppen. Zwar gibt es keine Heilung für diese Krankheit, aber die richtige und konsequente Behandlung bietet oft erhebliche Erleichterung.

Quellen

Artikel

  1. Catsarou-Catsari A, Katambus A, Theodorpoylos P. Ophthalmological manifestations in patients with psoriasis. In: Acta Derm Venereol (Stock). 64. 1984:557-559.
  2. Huynh N, Cervantes-Castaneda RA, Bhat P, Gallagher MJ, Foster CS. Biologic response modifier therapy for psoriatic ocular inflammatory disease. Ocul Immunol Inflamm. May-Jun 2008;16(3):89-93.
  3. Menter A, Korman NJ, Elmets CA, Feldman SR, Gelfand JM, Gordon KB, et al. Guidelines of care for the management of psoriasis and psoriatic arthritis: section 4. Guidelines of care for the management and treatment of psoriasis with traditional systemic agents. J Am Acad Dermatol. Sep 2009;61(3):451-85.
  4. Mrowietz U, de Jong EM, Kragballe K, Langley R, Nast A, Puig L, et al. A consensus report on appropriate treatment optimization and transitioning in the management of moderate-to-severe plaque psoriasis. J Eur Acad Dermatol Venereol. Feb 26 2013.
  5. Christophers E, Sterry W. Psoriasis. In: Fitzpatrick TB, Eisen AZ, Wolff K, eds. Dermatology in General Medicine. New York: McGraw Hill; 1993:489-511.
  6. Parisi R, Symmons DP, Griffiths CE, et al. Global epidemiology of psoriasis: a systematic review of incidence and prevalence. J Invest Dermatol 2013; 133:377.
  7. Rachakonda TD, Schupp CW, Armstrong AW. Psoriasis prevalence among adults in the United States. J Am Acad Dermatol 2014; 70:512.
  8. Icen M, Crowson CS, McEvoy MT, et al. Trends in incidence of adult-onset psoriasis over three decades: a population-based study. J Am Acad Dermatol 2009; 60:394.
  9. Tollefson MM, Crowson CS, McEvoy MT, Maradit Kremers H. Incidence of psoriasis in children: a population-based study. J Am Acad Dermatol 2010; 62:979.
  10. Armstrong AW, Harskamp CT, Dhillon JS, Armstrong EJ. Psoriasis and smoking: a systematic review and meta-analysis. Br J Dermatol 2014; 170:304.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:51