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Prostatastein

Der Prostatastein tritt häufig bei Patienten mit einer benignen Prostatahypertrophie auf, verursacht aber in der Regel keine Symptome. Wenn Beschwerden auftreten, dann betreffen diese die unteren Harnwege. In schweren Fällen kann der Prostatastein chirurgisch entfernt werden - beispielsweise transurethral unter Ultraschallkontrolle oder über einen suprapubischen Zugang. Ein solcher Eingriff ist jedoch nur selten notwendig.


Symptome

Die Mehrzahl der Patienten, bei denen ein Prostatastein (PS) entdeckt wird, sind ältere Männer.Meist handelt es sich dabei um ein Zufallsbefund, denn PS sind für gewöhnlich asymptomatisch. Endogene Steine entstehen durch die Ablagerung anorganischer Salze, vor allem von Kalziumsphosphat, auf den Corpora amylacea der Prostata. Die Corpora amylacea sind kleine, polygonale bis runde Körperchen, die aus Fetten und Proteinen bestehen und sich von Epithelzellen und Sekreten ableiten [1]. Sekundäre Calculi dagegen setzen sich aus Urinbestandteilen zusammen, die in die Prostatagänge vordringen und hier verbleiben [2] [3]. Prostatasteine messen typischerweise 1-4 mm im Durchmesser und treten meist als multiple Calculi auf.

Es wurden verschiedene Studien angestellt, um herauszufinden, wie verbreitet PS in der Bevölkerung sind. Die Resultate variieren beträchtlich, was daran liegen mag, dass die Gruppen von Probanden unterschiedlich zusammengesetzt waren und/oder verschiedene Techniken zur Detektion der Calculi eingesetzt wurden [4]. Einig ist man sich jedoch darin, dass fortgeschrittenes Alter den wichtigsten Risikofaktor darstellt [5] [6]. Je älter ein Patient, desto wahrscheinlicher ist es, dass er PS hat, und sie sind tendenziell größer als bei jüngeren Patienten.

Falls ein PS mit klinischen Symptomen einhergeht, dann sind es Beschwerden im Bereich der unteren harnableitenden Wege. Deren Obstruktion verursacht Schmerzen, Dysurie, seltener Hämaturie, und prädisponiert für Infektionen. Es ist schwierig, einen direkten Zusammenhang zwischen der Präsenz von PS und dem Auftreten der zuvor genannten Symptome herzustellen, der meist Komorbiditäten bestehen, die sowohl die Entstehung von Calculi als auch die Entwicklung von Harnwegsinfekten begünstigen. Zu diesen Komorbiditäten zählen neben der benignen Prostatahypertrophie die chronische Prostatitis [7] und das chronische Beckenschmerzsyndrom [8]. Männer, die an diesen Erkrankungen leiden, neigen zur Bildung von mehr und größeren PS und in ihrem Prostatasekret lassen sich mehr Bakterien nachweisen [7] [8] [9]. Daher kann nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, ob ein PS allein Harnwegssymptome hervorzurufen vermag. Tatsächlich wurde in den oben bereits erwähnten Studien auch nach einer Antwort auf diese Frage gesucht und nach Analyse von Patienten-, Prostata- und Prostatasteindaten kam man zu dem Schluss, dass die Präsenz von Calculi allein nicht genügt, um die genannten Beschwerden auszulösen [4]. Bei vorhandener Komorbidität erhöhen PS allerdings das Risiko für solche Symptomen: So können PS beispielsweise den Abschluss von Sekret behindern, was Infektionen fördert, ohne dass die Calculi selbst die Infektion provozieren würden [10].

Amyloidose
  • Amyloidose (die Ablagerung dr Steine) selbst ist keine einzelne Krankheit, sondern ein krankhafter Ablagerungsprozess. Sie kann aber zur Chronifizierung der bakteriellen Prostatitis beitragen.[die-prostata.com]
Dysurie
  • Deren Obstruktion verursacht Schmerzen, Dysurie, seltener Hämaturie, und prädisponiert für Infektionen.[symptoma.com]
Prostataerkrankung
  • Häufig sind es unauffällige Veränderungen, die erste Symptome einer Prostataerkrankung sein können. Indizien für Prostata-Probleme – wenn ... ...[stamed.de]

Diagnostik

PS stellen in aller Regel Zufallsbefunde der bildgebenden Diagnostik dar; sie sind im Ultraschall, auf Röntgen- und computertomografischen Aufnahmen erkennbar. Zuweilen werden sie aber auch während einer digitalen Rektaluntersuchung palpiert oder in einem Resektat entdeckt. Mit Hilfe der transrektalen Sonografie lassen sie sich hinsichtlich ihrer Anzahl, Größe und Form charakterisieren. PS stellen sich im Ultraschall mehr oder weniger regelmäßig hyperechogen dar [4].

Je nach klinischem Bild können weitere diagnostische Verfahren angeschlossen werden, z.B. Urin- oder Ejakulatanalysen oder die 4-Gläser-Probe zum Nachweis einer Prostatitis [4].

Therapie

  • Palpation Patienten Penis periurethrale Pollakiurie Prostata Prostatahypertrophie Prostatitis Pyelitis Pyonephrose Pyurie rasch Regel Samenblasen Schleimhaut Schmerzen schmerzhaft schwer Sekret selten spontan stark Steine Störungen Striktur Symptome Therapie[books.google.de]
  • Darauf basierend wird eine individuelle Therapie entwickelt, zu denen auch Empfehlungen für Lebensweise und Ernährung gehören, die die Therapie maßgeblich stützen können.[stamed.de]

Quellen

Artikel

  1. Venyo A. Prostatic Calculi: A Review of the Literature. Webmed Central UROLOGY. 2012;3(6):WMC003463.
  2. Najoui M, Qarro A, Ammani A, Alami M. Giant prostatic 
calculi. Pan Afr Med J. 2013;14:69.
  3. Torres Ramirez C, Aguilar Ruiz J, Zuluaga Gomez A, 
Espuela Orgaz R, Del Rio Samper S. A crystallographic 
study of prostatic calculi. J Urol. 1980;124(6):840-843.
  4. Park SW, Nam JK, Lee SD, Chung MK. Are prostatic calculi independent 
predictive factors of lower urinary tract symptoms? Asian J Androl. 2010;12:221-226.
  5. Søndergaard G, Vetner M, Christensen PO. Prostatic calculi. Acta Pathol Microbiol Immunol Scand A. 1987;95 (3): 141-145.
  6. Klimas R, Bennett B, Gardner WA Jr. Prostatic calculi: a review. Prostate 1985; 7: 91–96.
  7. Ludwig M, Weidner W, Schroeder-Printzen I, et al. Transrectal prostatic sonography as a useful diagnostic means for patients with chronic prostatitis or prostatodynia. Br J Urol 1994;73: 664 – 666.
  8. Shoskes DA, Lee CT, Murphy D, Kefer J, Wood HM. Incidence and significance of prostatic stones in men with chronic prostatitis/chronic pelvic pain syndrome. Urology 2007; 70: 235–238.
  9. Geramoutsos I, Gyftopoulos K, Perimenis P, et al. Clinical correlation of prostatic lithiasis with chronic pelvic pain 
syndromes in young adults. Eur Urol. 2004;45:333-337.
  10. Eykyn S, Bultitude MI, Mayo ME, Lloyd-Davies RW. Prostatic calculi as a source of recurrent bacteriuria in the male. Br J Urol. 1974;46(5):527-532.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:47