Edit concept Question Editor Create issue ticket

Pneumokokken-Pneumonie

Lungenentzündung (Pneumonie) durch Streptococcus pneumoniae

Eine Pneumonie kann durch eine Vielzahl von Mikroorganismen einschließlich Viren und Bakterien verursacht werden. Eine Infektion mit Streptococcus pneumoniae (S. pneumoniae oder Pneumokokken) ist jedoch eine Hauptursache für schwere Pneumonien.


Symptome

Die häufigste und ernsteste Form einer Erkrankung durch Pneumokokken besteht in einer Lungeninfektion, welche als Pneumokokken-Pneumonie bezeichnet wird. Die häufigsten Symptome einer Pneumokokken-Pneumonie sind Fieber mit Schüttelfrost, Husten, Hyperventilation, Atembeschwerden und Brustschmerz [1] [5].

Die klassischen oben genannten Symptome einer Pneumokokken-Pneumonie treten typischerweise bei älteren Kindern und Erwachsenen auf. Jüngere Kinder und ältere Patienten entwickeln normalerweise eine andere Symptomatik, die hier noch beschrieben wird [1]. Infizierte Patienten erscheinen bei der Vorstellung oft kränklich und unruhig [1]. Diese bakterielle Erkrankung ist im Anfangsstadium durch eine akute Phase mit hohem Fieber, Muskelhypertonie, produktivem Husten, Brustschmerz, Dyspnoe, Tachypnoe, übermäßiger Transpiration, Malaise und Erschöpfung gekennzeichnet [1] [5]. Eine detaillierte klinische Untersuchung des Patienten wird rasselnde Atemgeräusche, einen dumpfen Widerhall bei der Perkussion des Oberkörpers gemeinsam mit anderen Hinweisen auf ein Empyem, sowie bei etwa jedem zweiten Patienten eine Vermeidung von Atembewegungen infolge des Schmerzes nachweisen. Eine reduzierte Zwerchfellbewegung ist besonders bei einer beobachteten Tachypnoe erwartbar [1].

Die Symptomatik einer Pneumokokken-Pneumonie ist bei jüngeren Kindern generell unspezifischer als bei älteren Kindern und Erwachsenen [1] [5] [8] [9]. Leichte Symptome im Respirationstrakt wie bei einem beginnenden Husten, Tachypnoe, Dyspnoe, Bewegungsvermeidung, hohes Fieber, Abdominalschmerz und -Distention und Anorexie können auftreten [1] [9]. Junge Patienten können auch eine Emesis manifestieren, was auf eine primäre gastrointestinale Infektion hinweist. Die Meningen können ebenso betroffen sein und bei einer rechten Oberlappenpneumonie entzündet sein; Brustschmerz kann als Folge einer Pleuritis auftreten [1] [9]. Das Leitsymptom einer Pneumokokken-Pneumonie kann bei älteren Patienten eine vorliegende Tachypnoe zusammen mit einer unauffälligen Körpertemperatur sein [1] [8] [9]. Eine Pneumokokken-Infektion ist der häufigste Grund einer ambulant erworbenen Pneumonie (CAP) bei Patienten, die mit dem HI-Virus infiziert sind [1].

Ein Pleuraerguss stellt die häufigste Komplikation einer Pneumokokken-Pneumonie dar, welche bei 40% der Patienten auftritt [1]. Nur 10% der Patienten haben ausreichend Flüssigkeit in der Pleurahöhle um eine Aspiration durchführen zu können, nur 2% der Patienten erfüllen alle Diagnosekriterien eines echten Empyems [1] [5]. Trotzdem ist eine Pneumokokken-Infektion der häufigste Grund für ein pädiatrisches Empyem [1] [8] [9].

Kopfschmerz
  • In der Regel akuter Beginn mit schwerem Krankheitsgefühl, hohem Fieber, Kopfschmerzen Kopfschmerzen , Husten Husten sowie gelegentlich Meningismus und Somnolenz.[eref.thieme.de]
  • Nasennebenhöhlenentzündung: Typische Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung sind Fieber, Kopfschmerzen sowie vereiterte Nasennebenhöhlen.[gesundheit.de]
  • Ebenso können in den ersten drei Tagen nach der Impfung Allgemeinsymptome wie beispielsweise Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen auftreten.[impfen-info.de]
  • Alveolen) bei Lungenerkrankungen ( Alila - Fotolia.com) Typische Beschwerden sind: Husten (anfangs trocken, später mit eitrigem Auswurf) Atemnot atemabhängige Brustschmerzen Häufig treten auch folgende Symptome auf: Fieber Muskel- und Gelenkschmerzen Kopfschmerzen[netdoktor.at]
Verwirrtheit
  • Es gibt untypische Verlaufsformen mit Verwirrtheit, insbesondere bei älteren Patienten, aber auch gastrointestinale Symptome bis zum Ikterus.[eref.thieme.de]
  • Bei schweren Lungenentzündungen mit einer Atemfrequenz über 30 pro Minute, Blutdruck unter 90 mmHg, Zeichen einer Nierenschwäche oder Verwirrtheit ist eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus erforderlich; ebenso bei Risikopatienten mit Vorerkrankungen[apotheken.de]
  • Blutvergiftung: Zu den typischen Symptomen einer Blutvergiftung gehören hohes Fieber, das oft in Schüben verläuft, ein schneller Puls, eine beschleunigte Atmung, Verwirrtheit sowie ein sehr niedriger Blutdruck.[gesundheit.de]
  • Eine schwere Pneumonie wird definiert nach folgenden Kriterien: Vorliegen schwerer Grunderkrankungen mit respiratorischer Insuffizienz (PaO2 60 mm Hg) - Erhöhte Atemfrequenz - Temperatur 38,5 C - Tachykardie - Hypotonie - Verwirrtheit - Hohe Entzündungsparameter[infektliga.de]
Meningismus
  • In der Regel akuter Beginn mit schwerem Krankheitsgefühl, hohem Fieber, Kopfschmerzen Kopfschmerzen , Husten Husten sowie gelegentlich Meningismus und Somnolenz.[eref.thieme.de]
Fieberkrämpfe
  • Kindern mit höherem Fieber oder Fieberkrämpfen können zum Beispiel Paracetamol bekommen. Bei Kindern, die gleichzeitig Ganzkeim-Pertussisimpfstoffe erhalten, können die Impfreaktionen intensiver ausfallen.[pharmazeutische-zeitung.de]
Zyanose
  • Klinik Pneumokokkenpneumonie Die Pneumokokkenpneumonie kann ein oder mehrere der folgenden Symptome zeigen: akuter Beginn Schüttelfrost Fieber 39 C Husten mit rötlich-eitrigem Auswurf Atemabhängige Thoraxschmerzen bei Begleitpleuritis Dyspnoe, Tachypnoe, Zyanose[med2click.de]
  • Man nennt dies eine Zyanose. Die viralen Pneumonien beginnen meist schleichender als die bakteriellen. Die Ausbildung des vollen Krankheitsbildes dauert meist mehrere Tage. Kopf- und Gliederschmerzen stehen im Vordergrund.[tzbu.de]
  • Gelegentlich kann man den resultierenden Sauerstoffmangel an Lippen, Nase, Zehen- oder Fingernägeln sehen, die dann bläulich bis violett erscheinen (Zyanose).[ambulantes-lungenzentrum-essen.de]
  • Atemnot atemabhängige Brustschmerzen Häufig treten auch folgende Symptome auf: Fieber Muskel- und Gelenkschmerzen Kopfschmerzen Schüttelfrost Kreislaufbeschwerden Lippen und Fingernägel können sich als Anzeichen für den Sauerstoffmangel blau verfärben (Zyanose[netdoktor.at]
Brustschmerz
  • Je nach Ausmaß der Pneumonie kann Dyspnoe Dyspnoe auftreten, die Patienten klagen über Brust- Brustschmerzen und/oder Bauchschmerzen Bauchschmerzen . Die häufigste Komplikation ist die eitrige Pleuritis Pleuritis eitrige .[eref.thieme.de]
  • Am häufigsten werden Fieber mit Schüttelfrost, Husten, Hyperventilation, Atembeschwerden und Brustschmerz beobachtet.[symptoma.com]
  • Typische Symptome einer Pneumonie sind Husten, Atemnot und Brustschmerzen. Eine Diagnose wird nach einem Röntgen gestellt. Die Behandlung ist vom Erreger, Alter des Patienten und Schweregrads der Lungenentzündung abhängig.[netdoktor.at]
Hypotonie
  • Dies gilt auch für Patienten mit sehr hohem Fieber (über 39,5 Grad), schlechter Compliance, Zeichen der Organinsuffizienz, ZNS-Störungen (Verwirrung) oder Störungen der Vitalzeichen (Tachypnoe, Tachykardie, Hypotonie) sowie ältere Patienten (über 65 Jahre[hivbuch.de]
  • Eine schwere Pneumonie wird definiert nach folgenden Kriterien: Vorliegen schwerer Grunderkrankungen mit respiratorischer Insuffizienz (PaO2 60 mm Hg) - Erhöhte Atemfrequenz - Temperatur 38,5 C - Tachykardie - Hypotonie - Verwirrtheit - Hohe Entzündungsparameter[infektliga.de]
Fieber
  • Pneumonie Fieber Fieber Pneumokokkenpneumonie Die Thoraxschmerzen Fieber Pulsfrequenz ist der Temperatur entsprechend gesteigert. Perkutorisch zeigt sich eine Dämpfung, der Stimmfremitus ist verstärkt.[eref.thieme.de]
Schüttelfrost
  • Die Erkrankung beginnt typischwerweise mit Schüttelfrost Schüttelfrost , hochrotem Gesicht, anfänglich oft mit atemabhängigen Thoraxschmerzen Thoraxschmerzen atemabhängige .[eref.thieme.de]
  • Nach einer grippeartigen Vorphase kommt es zu Schüttelfrost, Fieber, Husten mit Auswurf und häufig zu pleuritischen Schmerzen. Im Thorax-Röntgenbild ist typischerweise die Verschattung eines Lungenlappens zu sehen (Lobärpneumonie).[wissen.de]
Hohes Fieber
  • In der Regel akuter Beginn mit schwerem Krankheitsgefühl, hohem Fieber, Kopfschmerzen Kopfschmerzen , Husten Husten sowie gelegentlich Meningismus und Somnolenz.[eref.thieme.de]
  • Sie beginnt oft mit Schüttelfrost hohem Fieber Husten und s chwerem Krankheitsgefühl. Durch Viren verursachte Pneumonien beginnen im Gegensatz hierzu meist schleichender als die durch Pneumokokken ausgelöste Entzündung.[gp-weilbach.de]
  • Die Beschwerden beinhalten meist hohes Fieber, Husten, Auswurf, Atembeschwerden und Schmerzen im Brustraum. Im weiteren Verlauf kann es u.U. zu schweren Komplikationen wie zum Beispiel Entzündungen der Hirnhaut und des Herzens kommen.[fit-for-travel.de]
Unwohlsein
  • Fieber, Schüttelfrost, allgemeines Unwohlsein, Kurzatmigkeit und ein Husten mit rostfarbigem Auswurf sein. Scharfe stechende Brustschmerzen auf einer Körperseite, die sich durch tiefes Einatmen und Husten verschlechtern, treten oft auf.[symptoma.com]
  • Nasenflügel beim Einatmen schnelles Atmen (Tachypnoe) Trinkunlust Verringerter Appetit besonders hohe Herzfrequenz Auch bei Kindern gehören starker Husten, der je nach Ursache der Lungenentzündung von Schleim begleitet oder trocken ist, und ein allgemeines Unwohlsein[netdoktor.de]
Frösteln
  • […] sonst gesunden Menschen in der Regel von selbst heilt, ist die überwiegend bakterielle Pneumonie weltweit die am häufigsten zum Tode führende Infektionskrankheit. 1 Akute Bronchitis Eine virale Bronchitis beginnt meist mit Schnupfen, Krankheitsgefühl, Frösteln[arznei-telegramm.de]
Husten
  • In der Regel akuter Beginn mit schwerem Krankheitsgefühl, hohem Fieber, Kopfschmerzen Kopfschmerzen , Husten Husten sowie gelegentlich Meningismus und Somnolenz.[eref.thieme.de]
  • Einzige Symptome: chronischer Husten und gelber Auswurf![thieme.de]
  • Nach einer grippeartigen Vorphase kommt es zu Schüttelfrost, Fieber, Husten mit Auswurf und häufig zu pleuritischen Schmerzen. Im Thorax-Röntgenbild ist typischerweise die Verschattung eines Lungenlappens zu sehen (Lobärpneumonie).[wissen.de]
Lungenerkrankung
  • Darüber hinaus ist sie für alle Patienten, unabhängig vom Alter, zu empfehlen, für die ein erhöhtes Krankheitsrisiko durch andere chronische Grunder krankungen besteht, wie zum Beispiel bei Herz-/Kreislauferkrankungen Lungenerkrankungen Nierenerkrankungen[gp-weilbach.de]
  • .: Veränderungen der Lungenbläschen (Alveolen) bei Lungenerkrankungen ( Alila - Fotolia.com) Typische Beschwerden sind: Husten (anfangs trocken, später mit eitrigem Auswurf) Atemnot atemabhängige Brustschmerzen Häufig treten auch folgende Symptome auf[netdoktor.at]
  • Lungenentzündung kommen oft zusammen Impfung gegen Lungenentzündung – Darum ist sie im Alter so wichtig Reinhard Meys Sohn gestorben – tödliche Gefahr verschleppte Lungenentzündung Lungenkrankheiten: So schützen Sie Ihre Lunge SOS von der Lunge – Die häufigsten Lungenerkrankungen[praxisvita.de]
Pleuraerguss
  • Ein Pleuraerguss stellt die häufigste Komplikation einer Pneumokokken-Pneumonie dar, welche bei 40% der Patienten auftritt.[symptoma.com]
  • Es erfolgte daher am 5. stationären Tag eine Computertomografie des Thorax (Brustkorbs), wo sich ein massiver Pleuraerguss (Erguss im Brustkorb) links zeigte, der zu einer Mediastinalverlagerung, sprich einer Verschiebung der inneren Brustkorborgane nach[sprechende-medizin.com]
  • Blut, Sputum, Bronchialsekret Pneumokokkenantigennachweis aus Urin, Blut, Sputum Auskultation : gedämpfter Klopfschall, ohrnahe klingende RGs, verstärkter Stimmfremitus Labor: BSG, Leukozyten, CRP , Linksverschiebung Röntgen: meist Bronchopneumogramm, Pleuraerguss[med2click.de]
  • Pleuraerguss Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae), Staphylokokken, Klebsiellen, Pseudomonas, Proteus Atypische Pneumonie Entzündung des interstitiellen Lungengewebes; Symptome: evtl. mäßiges Fieber, unproduktiver Husten Viren, Chlamydien, Rickettsien[lecturio.de]
Dyspnoe
  • Je nach Ausmaß der Pneumonie kann Dyspnoe Dyspnoe auftreten, die Patienten klagen über Brust- Brustschmerzen und/oder Bauchschmerzen Bauchschmerzen . Die häufigste Komplikation ist die eitrige Pleuritis Pleuritis eitrige .[eref.thieme.de]
  • Eine Pneumonie wird über klinische Symptome wie Husten, Dyspnoe, Tachypnoe und über radiologische Befunde nachgewiesen.[symptoma.com]
  • Pneumokokkenpneumonie Klinik Pneumokokkenpneumonie Die Pneumokokkenpneumonie kann ein oder mehrere der folgenden Symptome zeigen: akuter Beginn Schüttelfrost Fieber 39 C Husten mit rötlich-eitrigem Auswurf Atemabhängige Thoraxschmerzen bei Begleitpleuritis Dyspnoe[med2click.de]
  • Bakterien-DNA Nachweis von Legionellen und Pneumokokken-Antigen im Urin Merke: Die wichtigsten Symptome sind Husten, Dyspnoe und Fieber.[lecturio.de]
Rasselgeräusch
  • Auskultatorisch liegen Bronchialatmen und klingende endinspiratorische Rasselgeräusche vor. Manchmal besteht zusätzlich ein Herpes labialis Bronchialatmen Rasselgeräusche klingende, endinspiratorische .[eref.thieme.de]
  • Deshalb konnte der Hausarzt die typischen Rasselgeräusche noch nicht hören. Trotzdem: Hätte man Adelheid B. engmaschiger überwacht, wäre die Sache glimpflicher abgegangen. So musste sie jetzt beatmet werden.[thieme.de]
  • Auskultatorisch imponieren feinblasige, klingende Rasselgeräusche und laborchemisch erhöhte Entzündungsparameter. Die Krankheit kann aber besonders bei älteren Patienten oder bestimmten Erregern (bspw.[amboss.miamed.de]
  • Die Diagnose wird anhand der Anamnese, der klinischen Symptome und einer Röntgenuntersuchung gestellt. erhöhte Atemfrequenz beschleunigter Puls abgeschwächter Klopfschall über dem Brustkorb Rasselgeräusch beim Atmen Eine definitive Diagnose kann nur durch[netdoktor.at]
Schwerer klinischer Verlauf
  • Auch ein schwerer klinischer Verlauf mit vermuteten Komplikationen soll bei den Serotypen 3, 19A und 19F vorkommen. Da diese üblicherweise nicht bekannt sind, spielt das in der Praxis kaum eine Rolle.[eref.thieme.de]
Erbrechen
  • Keuchhustens: Tröpfcheninfektion nach ca. zwei Wochen entwickelt sich das katarrhalische Stadium (Stadium catarrhale): Immittiert eine gewöhnliche Erkältung Paroxysmales Stadium (Stadium convulsivum): Husten mit inspiratorischem Stridor bis hin zum Erbrechen[tobias-schwarz.net]
  • Mittelohrentzündung: Bei einer Mittelohrentzündung kommt es zu starken, pulsierenden Ohrenschmerzen sowie zu Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Oft berichten die Betroffenen auch von einer Hörminderung.[gesundheit.de]
  • Makrolide wie Clarithromycin (KLACID, zweimal täglich 250 mg bis 500 mg) oder Roxithromycin (RULID, zweimal täglich 150 mg) sind ohne relevanten Wirkungsvorteil, sollen jedoch seltener Störwirkungen im Magen-Darm-Bereich wie Übelkeit, Magenschmerzen und Erbrechen[arznei-telegramm.de]
  • Bei Erbrechen oder starkem Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre kann auch dieser in die Luftröhre vordringen, wenn die entsprechenden Schutzreflexe fehlen.[apotheken-umschau.de]
Bauchschmerz
  • Je nach Ausmaß der Pneumonie kann Dyspnoe Dyspnoe auftreten, die Patienten klagen über Brust- Brustschmerzen und/oder Bauchschmerzen Bauchschmerzen . Die häufigste Komplikation ist die eitrige Pleuritis Pleuritis eitrige .[eref.thieme.de]
  • Am Verdauungssystem können sich Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Bauchspeicheldrüsenentzündung vorfinden. Daneben können Herz- und Nierenentzündungen bei einer atypischen Lungenentzündung auftreten.[lifeline.de]

Diagnostik

Die Diagnose einer Pneumokokken-Pneumonie beginnt oft mit dem Beweis einer vorliegenden Pneumonie [1]. Eine Pneumonie wird über klinische Symptome wie Husten, Dyspnoe, Tachypnoe und über radiologische Befunde nachgewiesen [1] [5]. Typische Thoraxradiografiebefunde von älteren Kindern und Erwachsenen, die an einer Pneumokokken-Pneumonie leiden, zeigen eine lobäre Konsolidierung, während bei jüngeren Kindern und Kleinkindern häufiger verstreute parenchymale Konsolidierungen auftreten [1] [5] [9]. Das gesammelte Sputum sollte in einem weiteren grundlegenden Schritt der Pneumonie-Diagnose kultiviert und mit Gramfärbungstests untersucht werden [1] [3] [5].

Ein unwiderlegbarer Beweis für eine vorliegende Pneumokokken-Pneumonie besteht im Nachweis von Streptococcus pneumoniae Bakterien in normalerweise sterilen Körperflüssigkeiten [3] [5]. Bei einem Pneumonieverdacht, welche einen Klinikaufenthalt erfordern, sollte die Erstellung einer Sputumkultur versucht werden [1]. Passende Sputumproben sollten wenige Epithelzellen enthalten (< 10 bei 100x) und viele polymorphonukleäre Neutrophile mit einem Verhältnis von 1:10 und 1:20 beinhalten (> 25 bei 100x) [3] [5]. Das Vorhandensein von Pneumokokken ist wahrscheinlich, wenn ein Gramfärbungstest des Sputums viele Paare Gram-positiver Kokken nachweist, die sich in einer Kette angeordnet haben - dies ist für S. pneumoniae charakteristisch [3] [4] [5]. Blutkulturen sollten von Pneumonie-Patienten erstellt werden, denn in 10% der Patienten im Kindesalter und in bis zu 25% der Patienten im Erwachsenenalter weisen diese Kulturen beim Färbungstest Pneumokokken erfolgreich nach [1] [3] [5]. Eine Thorax-Ultrasonografie oder Computertomographie kann durchgeführt werden um einen Pleuraerguss nachzuweisen und zu lokalisieren [1]. Bei einem schweren Pleuraerguss oder Empyem sollte eine Aspiration der Pleuraflüssigkeit zum Zweck der Kultivierung und des Nachweises von S. pneumoniae durch eine Gramfärbung versucht werden [1] [3] [5].

Bei der Mehrheit der Patienten mit Pneumokokken-Pneumonie wird eine Leukozytose (> 12 000 Zellen/µl) festgestellt, jeder vierte Patient hat verringerte Hämoglobinwerte (< 10 mg/dl) [1] [5]. Wenn beim Abstrich des peripheren Bluts Howell-Jolly-Körper nachgewiesen werden, deutet dies auf eine Fehlfunktion der Milz hin [1]. Zusätzlich können Patienten mit Pneumokokken-Pneumonie erhöhte Werte bei Neutrophilen, C-reaktivem Protein (CRP) und bei der Blutsenkungsgeschwindigkeit (ESR) zeigen [1] [5].

Lungeninfiltrat
  • Glucocorticoide Karenz der Noxe (wenn identifizierbar) Prognose : Sehr gut unter Therapie (schnelle komplette klinische Remission ) Bei akut auftretendem Fieber und beidseitigen Lungeninfiltraten sollte bei wirkungsloser Antibiotikagabe immer an eine[amboss.com]
Streptococcus pneumoniae
  • Lobärpneumonie durch Streptococcus pneumoniae Pneumonie durch Pneumokokken Pneumonie durch Streptococcus pneumoniae Pyämische Embolie durch Pneumokokken mit Pneumonie Sepsis durch Pneumokokken mit Pneumonie Verwandte Themen aus dem Medizin-Lexikon Informationen[med-kolleg.de]
  • Bearbeiten Synonym: Pneumokokken Englisch : Streptococcus pneumoniae, pneumococcus 1 Definition Streptococcus pneumoniae ist ein Bakterium und gehört zu der Gattung der Streptokokken. 2 Krankheitsbilder Streptococcus pneumoniae ist ein klassischer Erreger[flexikon.doccheck.com]
Grampositive Kokken
  • Mikrobiologie Pneumokokken (Trivialname, korrekte Speziesbezeichnung: Streptococcus pneumoniae ) sind grampositive Kokken aus der Familie der Streptococcaceae.[ladr.de]
  • Sie gehören zur Gattung der grampositiven Kokken und ordnen sich gelegentlich in kurzen Ketten, meist jedoch in Paaren an. Daher hießen die Keime früher »Diplococcus pneumoniae«.[pharmazeutische-zeitung.de]
Grampositive Bakterien
  • Pneumokokken (Synonym: Streptococcus pneumoniae; ICD-10 J13: Pneumonie durch Streptococcus pneumoniae) sind grampositive Bakterien der Art Streptococcus pneumoniae, die morphologisch zu der Gruppe der Diplokokken ( paarweise gelagert) gehören.[gesundheits-lexikon.com]
  • Häufigste Erreger sind meist endogene grampositive Bakterien (Streptococcus pneumoniae, Oxacillin-sensible Staphylococcus aureus), Haemophilus influenzae, Enterobacteriaceae (Escherichia coli gefolgt von Klebsiella spp., Enterobacter spp., Serratia spp[infektliga.de]
Pleuraerguss
  • Ein Pleuraerguss stellt die häufigste Komplikation einer Pneumokokken-Pneumonie dar, welche bei 40% der Patienten auftritt.[symptoma.com]
  • Es erfolgte daher am 5. stationären Tag eine Computertomografie des Thorax (Brustkorbs), wo sich ein massiver Pleuraerguss (Erguss im Brustkorb) links zeigte, der zu einer Mediastinalverlagerung, sprich einer Verschiebung der inneren Brustkorborgane nach[sprechende-medizin.com]
  • Blut, Sputum, Bronchialsekret Pneumokokkenantigennachweis aus Urin, Blut, Sputum Auskultation : gedämpfter Klopfschall, ohrnahe klingende RGs, verstärkter Stimmfremitus Labor: BSG, Leukozyten, CRP , Linksverschiebung Röntgen: meist Bronchopneumogramm, Pleuraerguss[med2click.de]
  • Pleuraerguss Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae), Staphylokokken, Klebsiellen, Pseudomonas, Proteus Atypische Pneumonie Entzündung des interstitiellen Lungengewebes; Symptome: evtl. mäßiges Fieber, unproduktiver Husten Viren, Chlamydien, Rickettsien[lecturio.de]

Therapie

Die Symptome und auch deren Ausprägungsgrad variieren bei Patienten mit Pneumokokken-Pneumonie stark und reichen von einem milden Krankheitsbild bis zu Atembeschwerden, die eine intensivmedizinische Behandlung erfordern [1] [5]. Patienten sollten im Rahmen eines Klinikaufenthalts Antibiotika parenteral verabreicht werden. Zusätzlich sind Medikamente zur Bekämpfung der Symptome, u.a. Lungensymptome, Analgetika, die intravenöse Gabe von Flüssigkeit und Nährstoffen und weitere unterstützende Präparate notwendig, welche von Fall zu Fall unterschiedlich sein können [1] [5] [13] [14] [15]. Ernste und/oder kompliziertere Fälle können die Durchführung einer Thoraxdrainage zur Entfernung der Flüssigkeit in der Pleurahöhle, einer videounterstützten Thorakoskopie (VATS) oder einer Dekortikation erfordern [13] [14] [15]. Neue praktische klinische Richtlinien für (Klein-)Kinder wurden im Jahr 2011 von der Infectious Disease Society of America (IDSA) publiziert [14]. Dort wird die intravenöse Gabe von Amoxicillin (90 mg/kg/d bei Kindern bzw. 45 mg/kg/d bei Kleinkindern aufgeteilt auf zwei bis drei Dosen) als optimale Therapie für zuvor gesunde und adäquat immunisierte Patienten vom Kleinkind- bis zum Jugendalter mit schwacher bis mäßiger Pneumokokken-Pneumonie empfohlen [14]. Außerdem sollten Kindern, die älter als fünf Jahre sind, Makrolide verabreicht werden, wenn die klinischen Symptome auf eine Infektion durch einen atypischen Organismus hindeuten [14]. Kinder mit unvollständiger Immunisierung oder Kinder, die in Gebieten mit vorherrschender Penicillin-Resistenz leben, oder die an lebensbedrohlichen Symptomen leiden - z.B. einem Empyem - sollten parenteral mit Cephalosporin der dritten Generation (Ceftriaxon oder Cefotaxim) behandelt werden [14]. Besteht der Verdacht auf eine Staphylococcus aureus Infektion, sollten auch Beta-Lactam-Antibiotika wie Vancomycin verabreicht werden [14].

Prognose

Die Pneumokokken-Pneumonie führte im Jahr 2005 auf der ganzen Welt zu etwa 1.6 Million Todesfällen; die Mehrheit dieser Todesfälle (40-60%) trat bei jungen Kindern unter fünf Jahren auf [5] [6] [7]. Die Mortalitätsrate der Pneumokokken-Pneumonie beträgt bei Erwachsenen sogar in Industriestaaten 10-20% und kann bei Personen mit speziellen Risikofaktoren wie einem geschwächten Immunsystem, Zigarettenkonsum und Drogenabhängigkeit signifikant höher sein [5] [7].

Ätiologie

Streptococcus pneumoniae ist ein schleimkapselgeschütztes, Gram-positives, Katalase-negatives, fakultativ anaerobes Bakterium, das bei Gramfärbungstests charakteristische lanzenförmige Kettenstrukturen mit Diplokokken ausbildet [1] [2] [3]. Neben dem Gramfärbungsnachweis können Streptokokken auch auf Blut- oder Schokoladeagar nachgewiesen werden, wo sie rund um ihre Kolonien eine Grünfärbung hervorrufen, was durch die Produktion von Pneumolysin, einem hämolytischen Wirkstoff, erklärt werden kann [2] [3] [4] [5]. Streptococcus pneumoniae kann von anderen alpha-hämolytischen Streptokokken durch seine Optochin-Sensibilität und seine Löslichkeit in Gallenflüssigkeit unterschieden werden [5].

Epidemiologie

S. pneumoniae ist der Hauptgrund für CAP, fordert jährlich etwa zwei Millionen Menschenleben und verursacht dadurch hunderte Milliarden Dollar an Behandlungskosten [5]. Kinder unter zwei Jahren sind weltweit die Gruppe mit dem höchsten Infektionsrisiko gefolgt von Erwachsenen über 55 [5] [6] [7]. Die Prävalenz der Erkrankung ist in armen Ländern höher bei Säuglingen bis zum Alter von sechs Monaten, wohingegen in reichen Ländern Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und einem Jahr stärker betroffen sind [5] [6] [7]. Die meisten Studien weisen ein erhöhtes Infektionsrisiko für das männliche Geschlecht nach [5]. Bestimmte Ethnien in den Vereinigten Staaten zeigen eine erhöhte Inzidenz von invasiven Pneumokokken-Infektionen, dies betrifft u.a. die Ureinwohner Alaskas, die Navajo und Apache Indianer und die Afroamerikaner [5] [6] [7]. Die Gründe für diese Unterschiede wurden bis dato nicht aufgeklärt. Personen mit unterdrückter Immunabwehr haben ebenso ein erhöhtes Risiko für eine Pneumokokken-Infektion [5] [6] [7].

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

S. pneumoniae ist ein extrazelluläres bakterielles Pathogen, das in der Nase und im Rachen von 5-10% und 20-40% aller gesunden Erwachsenen bzw. Kinder nachgewiesen werden kann [1] [3] [5]. Die klinische Symptomatik bei Patienten erfordert einen Zugang und die Kolonilisierung des oberen und/oder unteren Respirationstrakts, was entweder durch direktes Koloniewachstum oder durch lympathische oder hämatogene Verbreitung passieren kann [1]. Bei gesunden Menschen verhindern unter normalen Bedingungen erfolgreiche Abwehrmechanismen (anatomisch und ziliär) die Ausbildung einer klinischen Infektion [1]. Die pathogene Wirkung wird daher über bakterielle Adhäsionsproteine und Kapselproteine vermittelt, die eine erfolgreiche Zelladhäsion und eine Verteidigung gegen die genannten Abwehrmechanismen und/oder gegen Phagozytose durch Immunzellen ermöglichen; dadurch bekommt S. pneumoniae eine Replikationschance [1] [5] [7].

Alle Serotypen von S. pneumoniae produzieren toxisches Pneumolysin, ein paar weitere wurde ebenfalls identifiziert [1] [5]. Pneumolysin ist ein wichtiger Virulenzfaktor (klassifiziert als Cholesterol-abhängiges Cytolysin), der von S. pneumoniae freigesetzt wird, weil es in Zielzellen Poren in der Plasmamembran öffnet, was zur Apoptose führt [1] [5]. Pneumolysin ist außerdem ein starker Aktivator des Komplementsystems, was durch die Ausschüttung von inflammatorischen Zytokinen, Interleukin-1 und des Tumor-Nekrose-Faktors charakterisiert wird [5]. Weitere wichtige Virulenzfaktoren können u.a. Adhäsionsproteine wie das Oberflächenprotein A und das Oberflächenadhäsionsprotein A sein, zudem könnten auch Enzyme wie Autolysin, Hyaluronidase und Neuraminidase eine Rolle spielen [1] [5]. Die Zusammensetzung und Größe der Bakterienkapsel ist ein weiteres Virulenzkriterium [5]. Personen ohne frühere S. pneumoniae-Exposition oder ohne Antikörper gegen die Pneumokokkenkapsel zeigen eine schwache Immunantwort, welche durch eine verringerte Phagozytose und reduzierte Aktivierung des klassischen Komplementsystems charakterisiert ist [1] [5].

Die Symptomatik beim Patienten entwickelt sich primär durch die Aktivierung des Komplementsystems und durch eine ausgeprägte inflammatorische Reaktion, die durch die Zytokinausschüttung hervorgerufen wird [1]. Das alternative Komplementsystem wird direkt durch die Zellwand von S. pneumoniae und durch Kapselteile aktiviert. Das klassische Komplementsystem wird hingegen durch Antikörper gegen Epitope an der Zellwand von S. pneumoniae aktiviert [1] [5]. Bakterielle Desoxyribonukleinsäurestränge (DNA) und Zellwandproteine sowie Pneumolysin und Autolysin sind die Hauptgründe für eine Zytokin-vermittelte inflammatorische Reaktion [1].

Prävention

Es besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für eine Pneumokokken-Infektion bei Zigarettenkonsum. Daher ist eine Abkehr von dieser Gewohnheit sehr ratsam [5] [10] [15]. Eine gesunde Ernährung und ideale Lebensbedingungen können das Infektionsrisiko vermindern, außerdem sollte, wenn möglich, zum aktiven Stillen geraten werden [10] [15]. Kinder in Tagesbetreuungstätten sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt Überträger anzutreffen, sie zu aktiv zu übertragen und sich zu infizieren. Dieses Risiko korreliert direkt mit der Anzahl der betreuten Kinder [10]. Bei Risikopatienten mit rezidivierender Otitis media sollte eine antimikrobielle Prophylaxemaßnahme überlegt werden [10]. Kindern mit anatomischer oder funktionieller Asplenie sollte als Prophylaxe Penicillin verabreicht werden um eine Pneumokokken-Pneumonie zu verhindern [5] [10] [15].

Zusammenfassung

S. pneumoniae ist ein Mitglied der Streptokokkenfamilie und wird als Gram-positiver, Katalase-negativer, alpha-hämolytischer fakultativer Anaerobier charakterisiert [1]. Neben seiner Rolle als Hauptverursacher ambulant erworbener Pneumonien kann S. pneumoniae auch bakterielle Meningitis, Bakteriämie, Otitis media, Sinusitis, septische Arthritis, Osteomyelitis, Peritonitis und Endocarditis hervorrufen [1].

Die Pneumokokken-Pneumonie ist eine ernste Erkrankung, die durch S. pneumoniae verursacht wird, welche direkt im Sputum infizierter Patienten durch ihre charakteristische Anordnung in Form von Diplokokken-Ketten beim Gramfärbungstest nachgewiesen werden können. S. pneumoniae setzt Toxine frei, die das Komplementsystem aktivieren, welche zu einer Entzündungsreaktion und zu einer breit gestreuten Symptomatik führen. Am häufigsten werden Fieber mit Schüttelfrost, Husten, Hyperventilation, Atembeschwerden und Brustschmerz beobachtet. Schätzungen zufolge fordert die Pneumokokken-Pneumonie pro Jahr etwa zwei Millionen Menschenleben bei einer Mortalitätsrate von 10-20%. Die Mehrheit der Todesfälle tritt bei Kindern unter fünf Jahren auf. Antibiotika wie Penicillin werden typischerweise für die Behandlung verwendet, jedoch wird mit dem Aufkommen resistenter Stämme die Gabe von Ceophalosporinen, Vancomycin oder Fluorochinolonen möglicherweise notwendig. Die Symptomatik der Pneumokokken-Pneumonie ist vielfältig. Bei der Diagnosefindung und der Behandlungsstrategie sollte das Patientenalter in Betracht gezogen werden.

Patientenhinweise

Die Pneumokokken-Pneumonie ist eine ernste Erkrankung, die in manchen Fällen lebensbedrohlich sein kann. Sie wird durch das Bakterium S. pneumoniae - auch Pneumokokken genannt - verursacht [1] [5]. Das Bakterium kann über Tröpfcheninfektion beim Niesen oder Husten infizierter Personen weitergegeben werden. Die Symptome einer Pneumokokken-Pneumonie entstehen oft sehr abrupt und können u.a. Fieber, Schüttelfrost, allgemeines Unwohlsein, Kurzatmigkeit und ein Husten mit rostfarbigem Auswurf sein [1] [5]. Scharfe stechende Brustschmerzen auf einer Körperseite, die sich durch tiefes Einatmen und Husten verschlechtern, treten oft auf [5]. Etwas weniger als die Hälfte der Patienten wird im Verlauf der Krankheit Flüssigkeitsansammlungen rund um die betroffenen Lungenflügel ausbilden (Pleuraerguss), was auch zu den Atembeschwerden und den Brustschmerzen beiträgt [5]. Ihr Arzt wird wird ein Bruströntgen anordnen um eine Pneumonie diagnostizieren zu können, und Proben des Hustenauswurfs auswerten um die Ursache für die Pneumonie herauszufinden [1] [5]. Gesammelte Blut-, Eiter- und Auswurfproben können im Rahmen einer Laboranalyse eine Infektion durch S. pneumoniae durch kultiviertes Wachstum und spezifische Färbungstests beweisen [1] [3] [5]. Wenn Bakterien nachgewiesen wurden, kann im Rahmen der Therapie die Effizienz verschiedener Antibiotika durch einen antibiotischen Anfälligkeitstest ermittelt werden [3] [4] [5].

Derzeit gibt es zwei Impfstoffe gegen S. pneumoniae. PCV13 ist ein Konjugatimpfstoff, der gegen 13 verschiedene Pneumokokkenvarianten schützt, PPS23 ist ein nicht-konjugierter Impfstoff und schützt gegen 23 verschiedene Pneumokokkentypen [16] [17]. Kindern, die jünger als fünf Jahre sind, und keine Milz oder eine Einschränkung der Milzfunktion haben, wird oft über lange Zeit bis ins Erwachsenenalter Antibiotika als Prophylaxe verabreicht [10] [13] [14]. Am häufigsten werden bei einer Pneumokokken-Pneumonie Penicillin, Ampicillin und Amoxicillin verschrieben [5] [10]. Typischerweise sind diese Wirkstoffe in Tablettenform einzunehmen, bei schweren Fällen kann jedoch eine intravenöse Gabe notwendig werden [5] [10] [13]. Die rezente Zunahme Penicillin-resistenter Pneumokokken-Stämme hat dazu geführt, dass andere Antibiotika wie Ceftriaxon, Cefotaxim, Vancomycin oder Fluorochinolone wie z.B. Levofloxacin ebenfalls verwendet werden [11] [12].

Quellen

Artikel

  1. Dagan R, Greenberg D, Jacobs MR. Pneumococcal Infections. In: Feigin RD, Cherry JD, Demmler GJ, Kaplan SL, ed. Textbook of Pediatric Infectious Diseases. 5th ed. Philadelphia, PA: Saunders (Elsevier Science); 2004: 1: 1204-1258/90.
  2. Musher DM, Montoya R, Wanahita A. Diagnostic value of microscopic examination of Gram-stained sputum and sputum cultures in patients with bacteremic pneumococcal pneumonia. Clin Infect Dis. 2004;39(2):165-169.
  3. Murray PR, Washington JA. Microscopic and baceriologic analysis of expectorated sputum. Mayo Clin Proc. 1975; 50(6):339-344.
  4. Anevlavis S, Petroglou N, Tzavaras A, et al. A prospective study of the diagnostic utility of sputum Gram stain in pneumonia. J Infect. 2009; 59(2):83-89.
  5. Amsden GW. Mandell, Douglas, and Bennett's Principles and Practice of Infectious Diseases. 6th ed. Volumes 1 and 2. Philadelphia, PA: Elsevier Churchill Livingstone; 2005.
  6. World Health Organization Staff. Weekly Epidemiological Record. World Health Organization. http://www.who.int/wer. Published 2007. Accessed 2016.
  7. Rudan I, Campbell H. The deadly toll of S pneumoniae and H influenzae type b. Lancet. 2009; 374(9693):854-856.
  8. Peter G, Klein JO. Streptococcus pneumoniae. In: Long SS, Pickering LK, Prober CG, eds. Principles and Practices of Pediatric Infectious Diseases. 2nd ed. Philadelphia, PA: Elsevier Churchill Livingstone: 2002; 739-746/131.
  9. Cardoso MR, Nascimento-Carvalho CM, Ferrero F, et al. Adding fever to WHO criteria for diagnosing pneumonia enhances the ability to identify pneumonia cases among wheezing children. Arch Dis Child. 2011; 96(1):58-61.
  10. Austrian R. Pneumococcal pneumonia. Diagnostic, epidemiologic, therapeutic and prophylactic considerations. Chest. 2009; 136(5 Suppl):e30.
  11. Azoulay-Dupuis E. Moine, P., & Carbon, C. The Problem of Penicillin-Resistant Streptococcus Pneumoniae. Severe Community Acquired Pneumonia Perspectives on Critical Care Infectious Diseases. 2001; 57-74.
  12. Cunha BA. Clinical relevance of penicillin-resistant Streptococcus pneumoniae. Semin Respir Infect. 2002; 17(3):204-214.
  13. Garnacho-Montero J, García-Cabrera E, Diaz-Martín A, et al. Determinants of outcome in patients with bacteraemic pneumococcal pneumonia: importance of early adequate treatment. Scand J Infect Dis. 2010; 42(3):185-192.
  14. Bradley JS, Byington CL, Shah SS, et al. The management of community-acquired pneumonia in infants and children older than 3 months of age: clinical practice guidelines by the Pediatric Infectious Diseases Society and the Infectious Diseases Society of America. Clin Infect Dis. 2011; 53(7):e25-76.
  15. van der Poll T, Opal SM. Pathogenesis, treatment, and prevention of pneumococcal pneumonia. Lancet. 2009; 74(9700):1543-1556.
  16. World Health Organization Staff. Immunization, Vaccines and Biologicals Division. Pneumococcal Vaccines. World Health Organisation. http://www.who.int/vaccines/en/pneumococcus.shtml. Published 2015. Accessed 2015.
  17. World Health Organization Staff. Pneumococcal Vaccination. World Health Organization. http://www.cdc.gov/pneumococcal/vaccination.html. Published 2015. Accessed 2015.

Frage stellen

5000 Zeichen übrig Text Formatierung mit: # Überschrift, **fett**, _kursiv_. Kein HTML Code.
Mit dem Abschicken der Frage stimmen Sie den AGB und der Datenschutzerklärung zu.
• Verwenden Sie einen aussagekräftigen Titel für Ihre Frage.
• Fragen Sie präzise und führen Sie Alter, Geschlecht, Symptome, Art und Dauer einer Behandlung an.
• Respektieren Sie Ihre Privatsphäre und jene Anderer und geben Sie niemals volle Namen oder Kontaktinformationen ein.
• Unpassende Fragen werden gelöscht.
• In dringenden Fällen suchen Sie einen Arzt oder ein Krankenhaus auf oder wählen den Notruf!
Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:39