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Pityriasis alba

Pityriasis simplex

Pityriasis alba ist eine Hauterkrankung, die am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen auftritt.


Symptome

Die Läsionen entwickeln sich in drei Stadien und können mit Pruritus einhergehen:

  • Erhöhte und gerötete Flecken 
  • Erhöhte und blasse Flecken
  • Glatte und flache, blasse Flecken 

Die häufigste Stelle für das Auftreten der Läsionen ist der Wangenbereich, gefolgt von Oberarmen, Rumpf und Hals. Die Flecken haben eine ovale oder runde Form und sind trocken und schuppig. Es gibt auch weitere Varianten von Pityriasis alba mit erythematöser Ausprägung am Rumpf [5].

Hypopigmentierung
  • Der Ausschlag verschwindet nach einiger Zeit und hinterlässt Hautareale mit Hypopigmentierung, die aber nach und nach ihre normale Pigmentierung wiedererlangen.[deximed.de]
  • Die Hypopigmentierung basiert auf einer reduzierten Aktivität der Melanozyten. 3 Epidemiologie Die Pityriasis alba tritt am häufigten bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 3 und 16 jahren auf.[flexikon.doccheck.com]
  • Die Hypopigmentierung der Haut wird durch eine verringerte Zahl der aktiven Melanozyten, sowie einer Verringerung in der Anzahl und Größe von Melanosomen verursacht.[symptoma.com]
  • Die bei der Pityriasis alba auftretende Hypopigmentierung (verminderte Pigmentbildung in der Haut) ist eine Folge der reduzierten Aktivität der Melanocyten, die weniger und kleinere Melanosome abgeben.[de.wikipedia.org]
Hautläsion
  • In Einzelfällen kann die Erkrankung auch bei Erwachsenen auftreten. [1] 4 Symptome Die Hautläsionen sind rund bis oval und unscharf begrenzt.[flexikon.doccheck.com]
  • Auf heller Haut dagegen kann der Pilz durch Bildung eigener Pigmente zu rötlich-bräunlichen Hautläsionen führen (Hyperpigmentierung). Dann spricht man von „Pityriasis versicolor rubra“.[netdoktor.de]

Diagnostik

Eine gründliche Untersuchung der Läsionen im Gesicht und am Rest des Körpers ist in der Regel genug, um die Erkrankung zu diagnostizieren. In bestimmten Fällen kann ein Kaliumhydroxid(KOH)-Test notwendig sein, um andere Hauterkrankungen wie Pityriasis versicolor, Tinea corporis und Tinea faciei auszuschließen [6]. In schweren Fällen kann eine Biopsie der betroffenen Haut für die Differentialdiagnose erforderlich sein [7].

Therapie

Pityriasis alba ist eine gutartige Erkrankung, die selbstlimitierend ist. Die Flecken werden effektiv mit Feuchtigkeitscremes und topischen Mitteln behandelt. Nur niedrig dosierte Kortisoncremen werden aufgrund der mit dem Wirkstoff verbundenen Nebenwirkungen empfohlen. Immunmodulatoren sind auch wirksam gegen Pityriasis alba, 0,1% Tacrolimus-Salbe und 1% Pimecrolimus-Creme können zu Verringerung der Läsionen dieser Hauterkrankung beitragen [8].

In besonders schweren Fällen kann die PUVA-Therapie angewendet werden, auch wenn die Rezidivrate hoch ist, wenn die Behandlung gestoppt wird [9]. Neben den topischen Mitteln kommen auch Laserverfahren zur Anwendung. Bei diesem Verfahren mit 308-nm-Laser erfolgt die Anwendung zweimal pro Woche über einen Zeitraum von 12 Wochen [10].

Prognose

Die Prognose des Krankheitszustandes ist in der Regel günstig, jedoch kann in einigen Fällen den Einsatz von medizinischen Cremes erforderlich sein. Die Flecken im Gesicht können für etwa ein Jahr bestehen. Einige Kinder erleben wiederkehrende Anfälle von Pityriasis alba bis ins Erwachsenenalter.

Komplikationen

Die häufigste Komplikation ist das Risiko von Sonnenbrand in den hypopigmentierten Regionen, doch mit Anwendung von Sonnenschutzmitteln ist das Risiko signifikant zu verringern. Abgesehen davon gibt es keine weiteren Komplikationen.

Ätiologie

Die genaue Ursache dieser Erkrankung der Haut ist noch nicht bekannt. Pityriasis alba ist nicht eine Folge einer Infektion. Einige Theorien besagen, dass Pityriasis alba eine milde Form eines atopischen Ekzems ist [3]. Eine Behandlung von solchen Hauterkrankungen mit Kortikosteroiden kann hypopigmentierte Narben, die sich in fein-schuppige, trockene, weiß gefärbte Flecken entwickeln, zurücklassen. Zusätzlich zu dazu sind die folgenden weiteren Risikofaktoren bekannt:

  • Übermäßige Sonneneinstrahlung für längere Dauer und ohne Schutz
  • Schlechte persönliche Hygiene
  • Umweltfaktoren wie Temperatur, Höhe und Luftfeuchtigkeit

Epidemiologie

Die genaue Prävalenz von Pityriasis alba ist nicht bekannt, da die Erkrankung nicht immer eine Behandlung erfordert. Männer und Personen unter 16 Jahren sind häufiger betroffen [4].

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Pityriasis alba ist eine häufige Erkrankung bei Kindern, die der Sonne für lange Zeit ohne jeden Schutz ausgesetzt sind. Die Hypopigmentierung der Haut wird durch eine verringerte Zahl der aktiven Melanozyten, sowie einer Verringerung in der Anzahl und Größe von Melanosomen verursacht.

Prävention

Pityriasis alba kann nicht verhindert werden, da die genaue Ätiologie noch nicht geklärt ist. Allerdings sollten Betroffene geeigneten Maßnahmen treffen, um das Auftreten von Komplikationen zu verhindern. Die Anwendung von Sonnenschutzcremes und vorgeschriebenen topischen Mitteln dient schneller Linderung der Symptome.

Zusammenfassung

Pityriasis alba ist eine häufige Erkrankung der Haut, die durch Entwicklung von trockenen, fein-schuppigen, helle Flecken meist im Gesicht gekennzeichnet ist [1]. Die Läsionen haben einen runde oder ovale Form. Der Name der Krankheit leitet sich von den lateinischen Wörtern pityriasis "schuppig" und alba "weiß" ab.

Diese Erkrankung betrifft häufig Kinder und junge Erwachsene. Es gibt keine spezifische Behandlung und sie wird mit Feuchtigkeitscremes behandelt. Die Flecken vergehen mit der Zeit, hinterlassen aber hypopigmentierte Bereiche, die schließlich wieder die ursprüngliche Hautfarbe [2] bekommen.

Patientenhinweise

Definition

Pityriasis alba ist eine häufige Erkrankung der Haut, die Kinder und Jugendliche betrifft. Sie ist gekennzeichnet durch Entwicklung von schuppigen, weißen Flecken im Gesicht, am Hals und am Rumpf.

Ursache

Der genaue Faktor, der die Entwicklung von Pityriasis alba auslöst, ist nicht bekannt. Sie scheint eine Minimalvariante eines atopischen Ekzems zu sein und ist nicht ansteckend.

Symptome

Die Läsionen, die sich entwickeln, sind in der Regel schuppige, weiße Flecken, die häufig auf dem Gesicht erscheinen.

Diagnose

Eine Untersuchung der Flecken genügt üblicherweise, um die Krankheit zu diagnostizieren. Doch in einigen Fällen kann ein Kaliumhydroxid(KOH)-Test erforderlich sein, um andere Hauterkrankungen auszuschließen. Selten ist eine Hautbiopsie nötig.

Behandlung

Die Behandlung erfordert Anwendung von topischen Mitteln und Feuchtigkeitscremes. Sonnenschutzlotionen sollten am betroffenen Gebiet aufgetragen werden, um Sonnenbrand zu verhindern.

Quellen

Artikel

  1. Vinod S, Singh G, Dash K, Grover S. Clinico epidemiological study of pityriasis alba. Indian J Dermatol Venereol Leprol. Nov-Dec 2002; 68(6):338-40.
  2. du Toit MJ, Jordaan HF. Pigmenting pityriasis alba. Pediatr Dermatol. Mar 1993; 10(1):1-5.
  3. Brenninkmeijer EE, Spuls PI, Legierse CM, Lindeboom R, Smitt JH, Bos JD. Clinical differences between atopic and atopiform dermatitis. J Am Acad Dermatol. Mar 2008; 58(3):407-14.
  4. Di Lernia V, Ricci C. Progressive and extensive hypomelanosis and extensive pityriasis alba: same disease, different names? J Eur Acad Dermatol Venereol. May 2005; 19(3):370-2.
  5. Sandhu K, Handa S, Kanwar AJ. Extensive pityriasis alba in a child with atopic dermatitis. Pediatr Dermatol. May-Jun 2004; 21(3):275-6.
  6. Vargas-Ocampo F. Pityriasis alba: a histologic study. Int J Dermatol. Dec 1993; 32(12):870-3.
  7. In SI, Yi SW, Kang HY, Lee ES, Sohn S, Kim YC. Clinical and histopathological characteristics of pityriasis alba. Clin Exp Dermatol. Jul 2009; 34(5):591-7.
  8. Rigopoulos D, Gregoriou S, Charissi C, Kontochristopoulos G, Kalogeromitros D, Georgala S. Tacrolimus ointment 0.1% in pityriasis alba: an open-label, randomized, placebo-controlled study. Br J Dermatol. Jul 2006; 155(1):152-5.
  9. Gambichler T, Krämer HJ, Boms S, Skrygan M, Tomi NS, Altmeyer P, et al. Quantification of ultraviolet protective effects of pityriacitrin in humans. Arch Dermatol Res. Dec 2007; 299(10):517-20.
  10. Al-Mutairi N, Hadad AA. Efficacy of 308-nm xenon chloride excimer laser in pityriasis alba. Dermatol Surg. Apr 2012; 38(4):604-9.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:45