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Osteopenie und Osteoporose

Osteopenie und Osteoporose sind die häufigsten metabolischen Knochenerkrankungen mit über 200 Millionen Betroffenen weltweit.


Symptome

Die Osteopenie hat keine erkennbaren Symptome. Jedoch ist die Gefahr von Knochenbrüchen aufgrund reduzierter Knochendichte erhöhtOsteoporose bleibt ebenso asymptomatisch, bis eine Fraktur auftritt. Die klinischen Anzeichen von Osteoporose sind abhängig von der betroffenen Region. Thorakale und lumbale Wirbelfrakturen sind sehr häufig und verursachen Höhenverlust und verschiedene Symptome, einschließlich Kyphoskoliose, die die Atemfunktion beeinträchtigen können [4]. Lungenembolie und Pneumonie sind häufige Komplikationen der Fraktur des Schenkelhalses, des Beckens oder der Wirbelsäule. Sie führen zu 50.000 Todesfällen pro Jahr.

Rückenschmerz
  • Zu diesen zählen: Rückenschmerzen (da Rückenschmerzen sehr unspezifisch sind, denkt jedoch kaum jemand an Osteoporose) Das sogenannte Tannenbaumphänomen: schräg nach unten zeigende Hautfalten am Rücken sehen aus wie Äste eines Tannenbaumes.[osteoporose-vorsorge.ch]
  • Nur durch die Röntgenuntersuchung kann eindeutig abgeklärt werden, ob es sich um Rückenschmerzen im Zusammenhang mit osteoporotischen Wirbelkörpereinbrüchen handelt oder um Rückenschmerzen anderer Ursache.[lebertransplantation.eu]
  • Bei akuten oder chronischen Rückenschmerzen unklarer Ursache, z.B. bei einem Verdacht auf Wirbelkörperbrüche, ist eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule grundsätzlich sinnvoll.[osd-ev.org]
  • Symptome für das Vorliegen einer Osteoporose können u.a. sein: abnehmende Körpergröße eingeschränkte Bewegungsfähigkeit chronischer Rückenschmerz Rundrücken (sog.[orthopaedie-mindelheim.de]
  • Derzeit leider ich an starken Rückenschmerzen . Eigentlich war es nur eine Nachkontrolle ( erstes DXA 2011 n. d. Ermüdungsfraktur ) und nun dieses Ergebnis.[onmeda.de]
Knochenschmerz
  • Problem/Symptom: Osteoporose (Knochenschwund) und Osteopenie (Knochenschmerz) können im Zusammenhang mit EB bereits bei Kindern auftreten und verursachen zusätzliche Einschränkungen und Schmerzen.[eb-haus.org]
  • Vor drei Jahren habe ich, nachdem ich unter massiven Knochenschmerzen litt, eine DXA- Knochendichtemessung vornehmen lassen.[paradisi.de]
  • Auch zählen heftige Knochenschmerzen sowie Spontanfrakturen zum Osteoporose-Krankheitsbild. Osteoporose – Pflege im fortgeschrittenen Stadium Eine Osteoporose-Fraktur kann bei alten Menschen schwerwiegende Folgen haben.[mylife.de]
  • Wenn Knochenschmerzen auftreten und die Bewegung eingeschränkt ist oder es zu einem Knochenbruch kommt, ist meist schon sehr viel Knochenmasse verloren gegangen.[netzwerk-frauengesundheit.com]
Größenverlust
  • Bei einem deutlichen Größenverlust des Pateinten (z.B. durch Krümmung der Wirbelsäule oder durch Einsacken der Wirbelkörper) wird meist ein Bild in 2 Ebenen erstellt.[osd-ev.org]

Diagnostik

Die folgenden Untersuchungen sind für die Diagnose und Verlaufskontrolle von Osteopenie und Osteoporose erforderlich.

  • Labor: Blutbild, Blutsenkungsgeschwindigkeit, Calcium, Phosphor, alkalische Phosphatase, Kreatinin, TSH, Leberfunktionsparameter, CRP;
  • Bildgebung: Das Röntgen zeigt verringerte Knochendichte und kann eine oder mehrere Frakturen, falls vorhanden, detektieren.
  • Knochendichtemessung: Ein Wert von -2,5 oder weniger ist diagnostisch für Osteoporose.

Therapie

Der Behandlungsplan bei osteoporotischen Erkrankungen ist auf die Prävention von Knochenbrüchen ausgerichtet [6]. Es gibt verschiedene Optionen, um osteoporotische Erkrankungen zu behandeln:

  • Pharmakologische Therapie: Verabreichung von Kalzium, Vitamin D und anti-osteoporotischen Medikamente wie Bisphosphonaten, Parathormon und Östrogen [7].
  • Vertebroplastie und Kyphoplastie: Diese chirurgische Verfahren werden bei Wirbelkörperkompressionsfrakturen angewandt [8].
  • Diätetische Maßnahmen: Patienten mit Osteoporose sollten Tagesdosen von 1200-1500mg Kalzium und 400 bis 800 IE Vitamin D einnehmen. Prämenopausale Frauen und Männer unter 50 Jahren (ohne Risiko) sollten insgesamt 1000 mg Kalzium täglich aufnehmen. Postmenopausale Frauen und Männer, die älter als 50 Jahre sind sollten 1200 mg Kalzium täglich durch ihre Ernährung [9] erhalten.
  • Körperliche Aktivität ist zu empfehlen und hat positive Auswirkungen auf die Knochendichte [10].

Prognose

Die Prognose ist gut, wenn die Krankheiten in den frühen Phasen festgestellt und behandelt werden. Die Knochendichte wird verbessert und Frakturen reduziert.

Ätiologie

Die folgenden Faktoren tragen zu Osteopenie bei Männern und Frauen bei:

  • Verschiedene Ernährungs- und Stoffwechselstörungen die verhindern, dass der Körper ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden kann.
  • Chemotherapie und Arzneimittel wie Steroide können auch zu Osteopenie führen.
  • Strahlenbelastung kann ebenfalls Osteopenie hervorrufen.

Osteoporose hat sowohl endogene, als auch exogene Risikofaktoren, die zu primärer und sekundärer Osteoporose beitragen.

Die endogenen Risikofaktoren sind:

  • Weibliches Geschlecht
  • Hohes Alters
  • Asiatische Abstammung
  • Kleinwuchs
  • Positive Familienanamnese
  • Nulliparität
  • Frühe Wechseljahre

Die exogenen Risikofaktoren sind:

Epidemiologie

Die Häufigkeit von osteoporotischen Läsionen beträgt 50% bei Frauen und 30% bei Männern. In den Vereinigten Staaten sind mehr als 10 Millionen Menschen über 50 Jahre von Osteoporose betroffen und etwa 33,6 Mio. Menschen haben Osteopenie.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Im Falle von Osteopenie werden bestehende Knochenzellen vom Körper schneller resorbiert, als neuer Knochen gebildet wird. Die Verminderung der Knochendichte führt zu einem erhöhten Frakturrisiko.

Bei Osteoporose besteht eine erhöhte Knochenresorption und die Knochenbildung ist reduziert, was zu einer verringerten Knochendichte führt. Bei Frauen nach der Menopause kann es zu schneller Verringerung der Knochenmineraldichte durch reduzierte Östrogenproduktion kommen. Östrogen beeinflusst indirekt Zytokine und weitere Wachstumsfaktoren. Östrogenmangel führt somit zu einer erhöhten Expression von RANKL und dadurch zu Aktivierung von Pro-Osteoklasten und Osteoklasten [3]. Der Alterungsprozess an sich verursacht eine verringerte Anzahl an Osteoblasten.

Kalziummangel und Vitamin D-Mangel spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Osteoporose. Reduzierte Kalziumspiegel führen zu sekundärem Hyperparathyreoidismus. Parathormon erhöht wiederum die Kalziumresorption aus Knochen. Andere Situationen, die zu verminderter Knochendichte führen sind endokrine Erkrankungen und Medikamente wie Glukokortikoide.

Prävention

Die primäre Prävention der Krankheit beginnt in der Kindheit mit einer Ernährung reich an Kalzium und Vitamin D. Rauchen, Bewegungsmangel und Alkoholkonsum sollten vermieden werden.

Zusammenfassung

Die Osteopenie ist eine fakultative Vorstufe der Osteoporose und ist durch gegenüber dem alterspezifischen Normwert verminderte Knochendichte gekennzeichnet. Osteopenie und Osteoporose sind die häufigsten metabolischen Knochenerkrankungen, über 200 Millionen Menschen weltweit sind betroffen [1]. Die Osteoporose ist eine generalisierte Skeletterkrankung, welche durch Verlust oder Verminderung von Knochensubstanz und Knochenstruktur charakterisiert ist und in folge dessen zu einem erhöhten Frakturrisiko prädisponiert.

Die Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Man unterscheidet eine primäre und eine sekundäre Form der Erkrankung, wobei die sekundäre Osteoporose, nur bei etwa 5 Prozent aller Erkrankten auftritt [2].

Patientenhinweise

Osteopenie und Osteoporose sind Krankheiten, bei denen die Knochen dünn und schwach werden. Das Risiko für Frakturen ist daher deutlich höher. Die Krankheiten sind bei älteren Altersgruppen und bei postmenopausalen Frauen häufiger. In der Regel treten keine Symptome auf und die Krankheit wird nach einer Fraktur festgestellt. Mit der richtigen Behandlung, Ernährung und Lebensstil, hat die Krankheit eine gute Prognose.

Quellen

Artikel

  1. Cooper C, Campion G, Melton LJ, 3rd. Hip fractures in the elderly: a world-wide projection. Osteoporosis international : a journal established as result of cooperation between the European Foundation for Osteoporosis and the National Osteoporosis Foundation of the USA. Nov 1992;2(6):285-289.
  2. Ahmed SF, Elmantaser M. Secondary osteoporosis. Endocrine development. 2009;16:170-190.
  3. Bono CM, Einhorn TA. Overview of osteoporosis: pathophysiology and determinants of bone strength. European spine journal : official publication of the European Spine Society, the European Spinal Deformity Society, and the European Section of the Cervical Spine Research Society. Oct 2003;12 Suppl 2:S90-96.
  4. Lynn SG, Sinaki M, Westerlind KC. Balance characteristics of persons with osteoporosis. Archives of physical medicine and rehabilitation. Mar 1997;78(3):273-277.
  5. Kanis JA, McCloskey EV, Johansson H, Oden A, Melton LJ, 3rd, Khaltaev N. A reference standard for the description of osteoporosis. Bone. Mar 2008;42(3):467-475.
  6. Compston J, Bowring C, Cooper A, et al. Diagnosis and management of osteoporosis in postmenopausal women and older men in the UK: National Osteoporosis Guideline Group (NOGG) update 2013. Maturitas. Aug 2013;75(4):392-396.
  7. Kelman A, Lane NE. The management of secondary osteoporosis. Best practice & research. Clinical rheumatology. Dec 2005;19(6):1021-1037.
  8. Percutaneous vertebroplasty or kyphoplasty for vertebral fractures caused by osteoporosis. Technology Evaluation Center Assessment Program. Executive summary. Apr 2010;24(7):1-5.
  9. Sandhu SK, Hampson G. The pathogenesis, diagnosis, investigation and management of osteoporosis. Journal of clinical pathology. Dec 2011;64(12):1042-1050.
  10. Sinaki M. Exercise for patients with osteoporosis: management of vertebral compression fractures and trunk strengthening for fall prevention. PM & R : the journal of injury, function, and rehabilitation. Nov 2012;4(11):882-888.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:37