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Entrapment-Syndrom

Periphere Nervenkompression

Der Terminus Entrapment-Syndrom (ES) beschreibt eine recht häufig auftretende Form der Neuropathie. Hier kommt es aufgrund unterschiedlichster Grunderkrankungen zu einer mechanischen Kompression eines Nerven und zu neurologischen Defiziten, die sich aus den Faserqualitäten ableiten lassen, die dieser Nerv führt. Die Patienten leiden oftmals an Schwäche und Lähmungen, Parästhesien und Taubheit, aber auch an neuropathischem Schmerz. Generell kann jeder Nerv betroffen sein. Das ES sollte daher bei allen Patienten, die mit neurologischen Ausfallerscheinungen vorstellig werden, in die Liste möglicher Differentialdiagnosen aufgenommen werden. Die Bestätigung der Diagnose erfolgt mit Hilfe der bildgebenden Diagnostik.


Symptome

Die Diagnose ES ist eine beschreibende Diagnose. Sie wird in der Praxis sehr häufig gestellt, z.B. bei Patienten mit einem Karpaltunnelsyndrom oder Radialis-Tunnel-Syndrom. Klassischerweise wird das ES durch die Kompression des Nerven verursacht, beispielsweise im Rahmen von Traumata oder raumfordernden Prozessen unterschiedlichster Art, aber im weiteren Sinne des Wortes kann auch ein übermäßig starker Zug für ein ES verantwortlich gemacht werden [1] [2] [3]. Der Krankheitsverlauf hängt stark von der Ursache des ES ab und kann akut oder progressiv sein [1]. Unabhängig von der Ätiologie des ES leidet der "gefangene Nerv", wie sich der Begriff aus dem Englischen übersetzen ließe, unter einer reduzierten Blutversorgung oder Ischämie. Das führt zunächst zum Ödem, in der Folge aber auch zur Nekrose und zum Untergang der Nervenzellen, wenn die Ursache nicht rechtzeitig beseitigt wird [4] [5].

Im Laufe des oben beschriebenen Prozesses entwickelt der Patient charakteristische Symptome, nämlich neuropathischen Schmerz, sensorische Anomalien wie Parästhesien und Taubheit und dazu motorische Ausfälle [1]. Je nachdem, welche Faserqualitäten der betroffene Nerv führt, können auch rein sensorische und rein motorische Varianten auftreten. Die Identifikation der Muskeln und Dermatotome, die nur unzureichend versorgt sind, ist für die Diagnosestellung essenziell: So weist eine Schwäche des Musculus deltoideus auf eine Kompression des Nervus axillaris hin, eine Einschränkung in der Beugung des Handgelenks auf eine Läsion des Nervus medianus und der Verlust der Sensibilität in den dorsalen Anteilen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger auf eine Beteiligung des Nervus radialis [1] [2]. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein ES mehrere Nerven gleichzeitig betreffen kann, weshalb eine gründliche neurologische Untersuchung mit Zuordnung aller betroffenen Muskeln und Hautbereiche notwendig ist [1] [2] [6].

Parästhesie
  • Die Störungen sind anfänglich oft rein subjektiv und treten als Brachialgia paraesthetica nocturna auf (nächtliche Schmerzen und Parästhesien).[eref.thieme.de]
  • Die Patienten leiden oftmals an Schwäche und Lähmungen, Parästhesien und Taubheit, aber auch an neuropathischem Schmerz. Generell kann jeder Nerv betroffen sein.[symptoma.de]
  • Am Unterschenkel treten Zeichen einer akuten arteriellen Verschlusskrankheit auf (Schmerzen, Schweregefühl, Schwäche, Parästhesien) oder nach intensivem Training eine Claudication intermittens.[enzyklopaedie-dermatologie.de]
  • Der Injektionspunkt wurde bei einem Teil der Patienten durch eine Nervenstimulation – das heißt durch Auslösung von Parästhesien im Schmerzareal mittels elektrischer Nervenreizung – exakt identifiziert.[aerzteblatt.de]
Fallfuß
  • Klinisch finden sich eine Hypästhesie am lateralen Rand des Unterschenkels und über dem Fußrücken sowie ein „Fallfuß“ mit daraus resultierendem Steppergang.[eref.thieme.de]
Kann sich nicht ausdrücken
  • Eine isolierte (beidseitige) Atrophie und rein motorische Parese der Oberschenkelstreckmuskulatur können selten Ausdruck einer Myopathie sein.[eref.thieme.de]
Maler
  • Würde mal spontan sagen: BZ-Werte im Normbereich halten, da Du sonst anfällig für so unfeine Sachen wie "Geschwüre durch/und Mangeldurchblutung" bist und die Neigung sicher verstärkt wird durch schlechte Werte.[diabetes-forum.de]
  • Versuche doch mal, beim Treten darauf zu achten, den Fuss nicht "krampfhaft" zu "fixieren", sondern zu drücken (Wadenmusk.) und zu ziehen (Schienbeinmusk.).[forum.tour-magazin.de]
Retroorbitaler Schmerz
  • Frage nach retroorbitalen Schmerzen und dem Zeitpunkt des Auftretens,[eref.thieme.de]
Hyperakusis

Diagnostik

Verzögerungen in der Diagnose eines ES können zur irreversiblen Schädigung des Nerven und bleibender Behinderung führen. Deshalb hat es höchste Priorität, die Ursache einer solchen Neuropathie zu identifizieren und nach Möglichkeit zu beseitigen [3] [6].

Der erste Schritt in Richtung Diagnose ist das Patientengespräch, in dem vor allem Angaben zur Erstmanifestation und eventuell zum auslösenden Ereignis sowie zur Entwicklung der Symptome zu erheben sind. Darüber hinaus ist zu erfragen, ob aufgrund beruflicher oder freizeitlicher Tätigkeiten eine erhöhte Belastung bestimmter anatomischer Strukturen besteht. Im Anschluss an die Anamnese erfolgt eine gründliche Allgemein- und neurologische Untersuchung, in der alle betroffenen Nerven identifiziert werden sollten [1] [6]. An dieser Stelle kann das ES in der Regel schon diagnostiziert werden.

Um die Diagnose zu bestätigen und die Ätiologie des ES zu klären, bieten sich bildgebende und elektrophysiologische Studien an. Zur Beurteilung der Nerven selbst eignen sich die Sonographie und Magnetresonanztomographie, wobei die Entscheidung zu einer der beiden Techniken gewöhnlich durch die vermutete Lokalisation der Nervenläsion vorgegeben ist [1] [2] [6] [7]. Im Ultraschall erscheint der komprimierte Nerve hypoechogen und ödematös verdickt und die versorgten Muskeln können Anzeichen einer fettigen Degeneration aufweisen. Im magnetresonanztomographischen Bild ist die beschriebene Schwellung ebenfalls erkennbar und der Nerv stellt sich hyperintens dar [1] [4] [7]. Elektromyographische Untersuchungen und Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit bieten sich vor allem an, wenn zwischen Läsionen im peripheren und zentralen Nervensystem unterschieden werden soll [1] [6].

Therapie

  • Welche Therapie ist indiziert? Physiotherapie und Schonung des Beins für mehrere Monate Chirurgische Therapie Interventionelle Therapie Intensivierung des Trainings Einnahme von Analgetika[link.springer.com]

Prognose

  • Die Prognose ist besser, wenn klinisch eine Restinnervation feststellbar ist.[eref.thieme.de]
  • Wichtige Eckpfeiler beim Management der COPD sind Sekundärprävention und Rehabilitation, da eine schwere Exazerbation häufig eine schlechtere Prognose hat als ein Myokardinfarkt. zum DFP-Literaturstudium zum Fragebogen Update Helicobacter pylori Eine[aerztezeitung.at]

Epidemiologie

  • In der Folge kann es zu Thrombosen und/oder Stenosen sowie im Extremfall zu einem Verschluss der Arteria poplitea kommen. 3 Epidemiologie Die Erkrankung wird vorwiegend bei jüngeren Patienten manifest und tritt oft beidseitig auf. 4 Symptomatik Am Unterschenkel[flexikon.doccheck.com]
  • Grafik 2 Randomisierte Studien zur Effektivität der Behandlung des chronischen Bauchwandschmerzes Epidemiologie In der Tabelle wird der Versuch unternommen, die Prävalenz des Krankheitsbildes in definierten Patientenkollektiven zu bestimmen.[aerzteblatt.de]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Quellen

Artikel

  1. Neal S, Fields KB. Peripheral nerve entrapment and injury in the upper extremity. Am Fam Physician. 2010;81(2):147-155.
  2. Miller TT, Reinus WR. Nerve entrapment syndromes of the elbow, forearm, and wrist. AJR Am J Roentgenol. 2010;195(3):585-594.
  3. Choi S-J, Ahn JH, Ryu DS, et al. Ultrasonography for nerve compression syndromes of the upper extremity. Ultrasonography. 2015;34(4):275-291.
  4. Deniel A, Causeret A, Moser T, Rolland Y, Dréano T, Guillin R. Entrapment and traumatic neuropathies of the elbow and hand: An imaging approach. Diagn Interv Imaging. 2015;96(12):1261-1278.
  5. Kobayashi S, Meir A, Baba H, Uchida K, Hayakawa K. Imaging of intraneural edema by using gadolinium-enhanced MR imaging: experimental compression injury. AJNR Am J Neuroradiol. 2005;26(4):973-980.
  6. Fox IK, Mackinnon SE. Adult Peripheral Nerve Disorders—Nerve Entrapment, Repair, Transfer and Brachial Plexus Disorders. Plast Reconstr Surg. 2011;127(5):10.1097/PRS.0b013e31820cf556.
  7. Lawande AD, Warrier SS, Joshi MS. Role of ultrasound in evaluation of peripheral nerves. Indian J Radiol Imaging. 2014;24(3):254-258.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-06-28 08:56