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Endometriumhyperplasie

Hyperplasie des Endometriums

Endometriumhyperplasie ist gekennzeichnet durch eine abnormale Proliferation von Drüsen- und Stromazellen des Endometriums. Dieses Wachstum ist im Vergleich zur normalen Proliferation des Endometriums während der Menstruation gesteigert.


Symptome

Anormale vaginale Blutungen sind eine der häufigsten Manifestationen dieser Erkrankung. Dies kann in Form von Zwischenblutungen, Polymenorrhoe oder postmenopausalen Blutungen geschehen. Endometriumhyperplasie kann auch mit Polypen assoziiert sein [4]. Die Symptome treten meist zum Zeitpunkt der Menarche oder Postmenopause durch Ungleichgewicht der Hormone auf. Endometriumhyperplasie kann auch bei jungen Frauen mit anovulatorischen Zyklen gefunden werden [5]. Mit dem Fortschritt der endometrialen Proliferation können abnorme Blutungen häufiger geworden. Abnormer Ausfluss und Anomalien im Pap-Abstrich gehören zu den weiteren Merkmalen dieser Hyperplasie [6].

Blässe
  • Die atypische Hyperplasie weist zusätzlich zu den Veränderungen der Gewebsarchitektur Veränderungen auf zellulärer Ebene auf: abgerundete, blasse Zellkerne, große Nucleoli.[de.wikipedia.org]
  • Die Veränderungen geschehen auch auf zellulärer Ebene und abgerundete, blasse Zellkerne mit großen Nucleoli sind vorhanden. Endometriumhyperplasie kann nicht verhindert werden.[symptoma.com]
Polymenorrhoe
  • Dies kann in Form von Zwischenblutungen, Polymenorrhoe oder postmenopausalen Blutungen geschehen. Endometriumhyperplasie kann auch mit Polypen assoziiert sein.[symptoma.com]
Metrorrhagie
  • Zu starke Regelblutung ( Hypermenorrhoe ), Zu lange Blutung ( Menorrhagie ), Unregelmäßige und verlängerte Blutung ( Metrorrhagie ) Häufige Ursachen sind Gebärmutterentzündungen, Schleimhautpolypen der Gebärmutter ( Endometriumpolyp ), übermäßige Schleimhautbildung[klinikum-nuernberg.de]

Diagnostik

Eine vollständige Anamnese und eine gründliche körperliche Untersuchung werden empfohlen, wenn abnorme Blutungen vorhanden sind. Die Quelle der Blutung, Größe des Endometriums und das Vorhandensein von jeder Art von Raumforderung sollte untersucht werden. Sonographie des Beckens wird für übergewichtige Patienten vorgeschlagen. Die Endometriumbiopsie ist das häufigste Diagnoseverfahren für Endometriumhyperplasie. Eine Biopsie wird für folgende Frauen empfohlen:

  • Ungewöhnliche Blutungen und älter als 35 Jahre
  • Ungewöhnliche Blutungen und wichtige Risikofaktoren, aber jünger als 35 Jahre
  • Anhaltende Blutungen
  • Östrogen-Monotherapie
  • Tamoxifen-Therapie
  • Atypische Drüsenzellen im Pap-Abstrich [7]

Wenn eine Biopsie nicht empfohlen werden kann, wird der endovaginale Ultraschall verwendet, um die Dicke des Endometriums zu bestimmen und auch um Blutungen zu bewerten. Transvaginaler Ultraschall verfügt über mehr als 96% Sensitivität bei der Ermittlung des Risikos von Gebärmutterkrebs bei Frauen mit postmenopausaler Blutung. Die Malignomwahrscheinlichkeit steigt mit einer Zunahme der Dicke der Gebärmutterschleimhaut. Das Risiko beträgt 7,3%, wenn die Dicke mehr als 5 mm ausmacht [8]. Wenn der klinische Verdacht hoch ist, werden Hysteroskopie und Biopsie empfohlen [9]. Diagnosebestätigung der Endometriumhyperplasie wird durch eine Biopsie durchgeführt. MRT ist in Fällen, in denen die transvaginale Ultraschalluntersuchung nicht möglich ist oder wenn ein Endometriumkarzinom vermutet wird, indiziert.

Therapie

Die Behandlungsmethoden werden von Faktoren wie Umfang der anormalen vaginalen Blutungen, Risiken im Zusammenhang mit der Operation und Kinderwunsch und Familienplanung beeinflusst. Blutungen können zum Beispiel durch Progestine kontrolliert werden. Gestagene sind auch hilfreich bei der Verhinderung des Wiederauftretens, insbesondere bei Hyperplasie ohne Atypien. Gestagene helfen, die Symptome innerhalb von 3 bis 6 Monaten zu lindern [10]. Eine Studie zeigte, dass 94% der Patienten mit atypischen Hyperplasien, Regression mit Progestinen zeigten [11]. Für diejenigen mit Kinderwunsch wird Megestrol empfohlen. Für Hyperplasie mit Atypien wird Hysterektomie aufgrund der erhöhten Risiko der Entwicklung von Gebärmutterkrebs empfohlen. Eine Biopsie wird oft nach 3 Monaten wiederholt, um zum Ansprechen auf die Therapie zu überprüfen. Die Nachsorge erfolgt auch nach der Regression der Krankheit. Dies ist besonders wichtig, wenn Risikofaktoren vorliegen.

Prognose

Die Hauptüberlegung bei der Prognose dieser Erkrankung ist das Risiko des Fortschreitens zu Endometriumkarzinom. Atypische Hyperplasie, einfach und komplex, hat dazu eine erhöhte Wahrscheinlichleit. Das Risiko ist etwa 8-10% in einfacher Hyperplasie mit Atypie, während es 25-30% mit komplexen Hyperplasie mit Atypie beträgt. Die Spontanregressionsrate beträgt etwa 80% in Fällen ohne Atypien und 50% bei komplexen Hyperplasien mit Atypien. Mit guter Compliance ist eine wirksame Langzeit-Therapie zur Kontrolle von Endometriumhyperplasie möglich.

Ätiologie

Ein Ungleichgewicht der Hormone, insbesondere Östrogen und Progesteron, ist oft an der Entwicklung dieses Zustandes beteiligt. Chronische Anovulation und Östrogentherapie sind wichtige Risikofaktoren für Endometriumhyperplasie. Östrogen-Monotherapie erhöht das Risiko von Endometriumhyperplasie vier- bis achtfach. Übergewicht und Nulliparität erhöhen das Risiko dreifach. Weitere Risikofaktoren sind Diabetes mellitus, polyzystisches Ovarialsyndrom und die Verwendung von Tamoxifen. Hereditäres nicht-Polyposis-assoziiertes kolorektales Karzinom und östrogen-produzierende Tumore sind auch mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von abnormaler Proliferation des Endometriums verbunden. Atypische Hyperplasie trägt ein höheres Risiko der Entwicklung von Endometriumkarzinom [1]. Diagnostische Schwierigkeiten bereiten oft eine Herausforderung in der Einschätzung des Risikos [2].

Epidemiologie

Die Erkrankung ist häufig und etwa 10-25% der Frauen mit postmenopausaler Blutung haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Endometriumhyperplasie. Eine genetische Prädisposition bei der Entwicklung von abnormaler Proliferation des Endometriums wurde nicht Verbindung gebracht. Etwa 1-3 % der Frauen mit dieser Krankheit können ein Endometriumkarzinom entwickeln.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Das Ausmaß der histologischen Veränderungen weist oft auf die Dauer und Menge der anhaltende Stimulation der Schleimhaut durch Östrogene hin. Endometriale Proliferation wird durch histologische Veränderungen, insbesondere Gefäßthromben und zytologischen Veränderungen gekennzeichnet. Die Apoptoserate von Drüsenzellen bei Endometriumhyperplasie ist ähnlich derjenigen der normalen Proliferation des Endometriums. Aber die Apoptose des Stromas nimmt erheblich im Vergleich zu der normalen Proliferation des Endometriums ab.

Die einfache Hyperplasie ist durch erhöhtes Volumen des Endometriums charakterisiert. Die Drüsenzellen bei einfacher Hyperplasie sind zystisch erweitert. Die Drüsenproliferation ist bei komplexer Hyperplasie größer und die Drüsen sind durch Aufzweigungen und Knospungen unregelmäßiger gestaltet. Kernatypien zu in diesem Fall nicht vorhanden. Atypische Hyperplasien beeinflussen die Drüsenzellen, nicht aber die Stromazellen. Sie sind meist lokalisiert, aber gelegentlich multifokal oder diffus. Die Veränderungen geschehen auch auf zellulärer Ebene und abgerundete, blasse Zellkerne mit großen Nucleoli sind vorhanden [3].

Prävention

Endometriumhyperplasie kann nicht verhindert werden. Frauen sollten im Idealfall regelmäßige gynäkologische Untersuchungen erhalten. Eine Östrogenersatztherapie sollte von Progestinen begleitet werden. Eine regelmäßige Überwachung durch Biopsien und Ultraschall ist auch während der Östrogentherapie erforderlich. Da Übergewicht ein Risikofaktor für die Entwicklung der Erkrankung ist, ist Normalgewicht anzuraten. Regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung reduzieren auch das Risiko der Krankheit.

Zusammenfassung

Endometriumhyperplasie ist gekennzeichnet durch die abnormale Proliferation von Drüsen- und Stromazellen des Endometriums. Dieses Wachstum ist im Vergleich zur normalen Proliferation des Endometriums während der Menstruation gesteigert. Endometriumhyperplasie wird durch Veränderungen in der Histologie des Gewebes gekennzeichnet und diese Veränderungen unterscheiden sie von der normalen endometrialen Proliferation. Bestimmte Formen der Erkrankung sind wichtige Präkanzerosen.

Die Hyperplasie wird in vier Typen - einfache Hyperplasie ohne Atypien, komplexe Hyperplasie ohne Atypien, einfache Hyperplasie mit Atypien und komplexe Hyperplasie mit Atypien - je nach dem Risiko, das sie für die Progression zu einem Malignom haben, eingeteilt. Viele dieser Hyperplasie sind gutartig und stellen keine Präkanzerose dar. Hormonelles Ungleichgewicht wie chronische Östrogenstimulation erhöht endometriale Proliferation. Endometriumhyperplasie betrifft vor allem junge Frauen und die, kurz vor der Menopause. Endometriumhyperplasie reagiert gut auf die Behandlung und hat damit eine gute Prognose.

Patientenhinweise

Endometriumhyperplasie ist die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut. Die meisten Fälle von Endometriumhyperplasie sind nicht ernst und Patientinnen sprechen gut auf die Behandlung mit Hormonen oder Operation an. Hormonelles Ungleichgewicht ist eine der häufigsten Ursachen der Erkrankung. Östrogen-Monotherapie, die Einnahme von Östrogen ohne Progesteron, ist mit einem erhöhten Risiko einer Endometriumhyperplasie verbunden. Frauen mit unregelmäßigen Blutungen haben auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit. Einige andere Risikofaktoren, die mit der Krankheit assoziiert sind, sind Alter über 35 Jahre, höheres Alter bei der Menopause, frühe Menarche, Diabetes mellitus, polyzystisches Ovarialsyndrom, Übergewicht und eine Familiengeschichte von Eierstock-, Dickdarm- oder Gebärmutterkrebs.

Anomale Blutungen zwischen den Perioden oder nach den Wechseljahren ist das häufigste Symptom von Hyperplasie in Endometrium. Anamnese und eine gründliche körperliche Untersuchung sind die ersten Schritte in der Diagnose. Biopsie von Gebärmuttergewebe wird nach gynäkologische Untersuchung durchgeführt. Die Gebärmutterschleimhaut kann auch mit Ultraschall geprüft werden.

In den meisten Fällen wird überschüssiges Gewebe entfernt. Frauen nach der Menopause, die Östrogentherapie erhalten, können Progestin ergänzen. Gelegentlich wird vorgeschlagen, die Östrogentherapie zu stoppen. Bei prämenopausalen Frauen hilft eine Gestagentherapie. Postmenopausale Frauen, die ein hohes Risiko von Gebärmutterkrebs haben, wird die chirurgische Entfernung der Gebärmutter vorgeschlagen. Dies ist besonders wichtig bei Frauen, die nicht auf eine Therapie mit Gestagen reagieren. Vorbeugung von Endometriumhyperplasie ist nicht möglich, aber die Früherkennung und Behandlung sind wichtig und schaffen eine gute Prognose.

Quellen

Artikel

  1. Lacey JV Jr, Sherman ME, Rush BB, et al; Absolute risk of endometrial carcinoma during 20-year follow-up among women with endometrial hyperplasia. J Clin Oncol. 2010 Feb 10;28(5):788-92. doi: 10.1200/JCO.2009.24.1315. Epub 2010 Jan 11.
  2. Lacey JV Jr, Chia VM; Endometrial hyperplasia and the risk of progression to carcinoma. Maturitas. 2009 May 20;63(1):3 9-44.
  3. Silverberg SG. Problems in differential diagnosis of endometrial hyperplasia and carcinoma. Mod Pathol. 2000;13: 309-327. 
  4. Kelly P, Dobbs SP, McCluggage WG; Endometrial hyperplasia involving endometrial polyps: report of a series and discussion of the significance in an endometrial biopsy specimen. BJOG. 2007 Aug;114(8):944-50. 
  5. Mutter GL. The Endometrial Collaborative Group: Endometrial intraepithelial neoplasia (EIN): will it bring order to chaos? Gynecol oncol. 2007;76: 287-290. 
  6. Chiang JW. Premalignant lesions of the endometrium. 2008; eMedicine. Available: http://emedicine.medscape. com/article/269919-overview
  7. Wu HH, Schuetz MJ 3rd, Cramer H. Significance of benign endometrial cells in Pap smears from postmenopausal women. J Reprod Med. 2001;46(9):795-8.
  8. Smith-Bindman R, Weiss E, Feldstein V; How thick is too thick? When endometrial thickness should prompt biopsy in postmenopausal women without vaginal bleeding. Ultrasound Obstet Gynecol. 2004;24(5):558-65.
  9. Litta P, Merlin F, Saccardi C, et al. Role of hysteroscopy with endometrial biopsy to rule out endometrial cancer in postmenopausal women with abnormal uterine bleeding. Maturitas. 2005 Feb 14;50(2):117-23.
  10. Gambrell RD Jr. Progestogens in estrogen-replacement therapy. Clin Obstet Gynecol. Dec 1995;38(4):890-901. 
  11. The Writing Group for the PEPI Trial. Effects of hormone replacement therapy on endometrial histology in postmenopausal women. The Postmenopausal Estrogen/Progestin Interventions (PEPI) Trial. The Writing Group for the PEPI Trial. JAMA. 1996;275(5):370-5.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:39